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12.05.2026
14:37 Uhr
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Nach rund zwei Jahren wertet Polestar das SUV 3 deutlich auf: Das DC-Laden gelingt nach einer Umstellung auf 800 Volt schneller als bisher.

Die Entscheidung der Marke Polestar, 2024 im gehobenen Segment noch mit einer 400-Volt-Plattform an den Start zu gehen, hat durchaus für Verwunderung gesorgt. Zwei Jahre nach dem Verkaufsbeginn des Polestar 3 stellt die Marke, die zu Geely und damit auch zu Volvo gehört, auf eine zeitgemäße 800-Volt-Spannungsebene um. Das beschleunigt das Laden an DC-Säulen unter Umständen erheblich. Auch der Polestar 4 wird leicht überarbeitet, bleibt allerdings bei einer 400-Volt-Basis.
Bislang konnte der Polestar 3 theoretisch mit bis zu 250 kW laden. Das ist in Deutschland nur im Ausnahmefall zu haben, weil die meisten Ladesäulen, sofern sie überhaupt wenigstens 250 kW bereitstellen, mit 500 A abgesichert sind. Aus der Rechnung 400 Volt mal 500 Ampere geht eine maximale Ladeleistung von 200 kW hervor. Es bräuchte für 250 kW Ladeleistung an 400 Volt also 625 Ampere. Das gibt es auch in Deutschland, ist aber selten.
Mit der Umstellung auf 800 Volt umgeht Polestar diese Begrenzung und damit steigt die nutzbare Ladeleistung erheblich. Sie liegt nun bei mehr als 300 kW. Auch das muss die Ladesäule erst mal zur Verfügung stellen. Dennoch sinkt die Ladezeit vor allem dann, wenn der Fahrer für das Erreichen seines Ziels beispielsweise nur 40 Prozent nachladen muss. Die wichtigsten technischen Eckdaten finden sich in der Tabelle auf der nächsten Seite.
Der Polestar 3 bekommt zusätzlich einen schnelleren Prozessor für das Infotainmentsystem spendiert. Ungewöhnlich: Polestar bietet das Hardwareupgrade auf den Nvidia Drive AGX Orin kostenlos auch Bestandskunden an. Neu sei ebenfalls der Heckmotor. Grundsätzlich ist die Kraftverteilung stärker auf die Hinterräder konzentriert. Lenkung, Stabilisatoren und Dämpfer wurden überarbeitet. Das gilt auch für den Polestar 4. Interessierte können ab sofort bestellen. Ein Polestar 4 kostet mindestens 61.900 Euro, ein Polestar 3 wenigstens 78.900 Euro. Die Marke plant zudem zwei weitere Modelle. Auf den Markt kommen soll ein Roadster (Polestar 6) und ein Kompakt-SUV, der als Polestar 7 in Europa ab 2028 gebaut werden soll.