Heise 09.04.2026
20:00 Uhr

Top 10: Der beste E-Scooter im Test – Ninebot Max G3 ist Testsieger


Ninebot, Xiaomi, Navee oder Egret? Wir haben fast 100 E-Scooter getestet und zeigen die zehn besten mit Straßenzulassung.

Top 10: Der beste E-Scooter im Test – Ninebot Max G3 ist Testsieger

Nerd, Vater, Tech-Junkie – Ich beschäftigte mich seit gut 20 Jahren fast ausschließlich mit Journalismus, überwiegend aus der Digital-Lifestyle-Ecke. Schwerpunkte: E-Scooter, Kopfhörer, Beamer, E-Bikes, Gadgets & Smart Home.

Ninebot, Xiaomi, Navee oder Egret? Wir haben fast 100 E-Scooter getestet und zeigen die zehn besten elektrischen Tretroller mit Straßenzulassung.

Waren E-Scooter mit Straßenzulassung vor wenigen Jahren noch unbequem, fehleranfällig und lahm, hat sich bezüglich Reichweite, Akku, Motor, Bremse und Verarbeitung viel getan. Doch unsere Elektroroller-Tests zeigen: Längst nicht alle Modelle sind gut. Da es um die Sicherheit im Straßenverkehr geht, sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Trotzdem bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis ein entscheidender Faktor bei unserer Bewertung. Wir zeigen die 10 besten E-Scooter mit Straßenzulassung im Vergleich.

Dafür haben wir fast 100 Elektroscooter von 200 Euro bis 2000 Euro getestet und decken so einen breiten Querschnitt des Marktes ab. Außerdem zeigen wir besonders robuste E-Tretroller in unserer Top 10: Die besten Offroad-E-Scooter. Bei wenig Budget hilft die Bestenliste Top 10: Die besten E-Scooter bis 500 Euro.

Wir aktualisieren diese Top 10 regelmäßig. Die Verfügbarkeit kann sich dennoch tagesaktuell ändern.

Der Ninebot Max G3 D ist unser Testsieger. Hier gibt es den stärksten Motor, eine geniale Federung mit Top-Verarbeitung, eine sehr nützliche App und viele nützliche Features zum vernünftigen Preis von derzeit 879 Euro.

Hervorragend und mit 499 Euro deutlich günstiger ist der Navee ST3 Pro. Auch er bietet einen richtig starken Motor und eine fantastische Federung, wirkt insgesamt aber nicht ganz so perfekt wie der Max G3 D.

Unser Preis-Leistungs-Tipp ist der Segway Ninebot E3 Pro und E3. Er ist besonders leicht und klappt nahezu perfekt. Damit ist er der vielleicht beste E-Scooter für Pendler am Markt. Er kostet nur 399 Euro.

Der Segway Ninebot Max G3 D ist der neue König im E-Scooter-Dschungel. Er übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan.

Bei Händlern wie Expert ist er bereits ab 879 Euro zu haben. Nicht billig, aber angesichts der Ausstattung ein faires Angebot.

Der Navee ST3 Pro ist ein überzeugender E-Scooter für alle, die Wert auf Fahrkomfort und Qualität legen. Seine Stärken – die exzellente Federung, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung – machen ihn zum idealen Begleiter für den täglichen Stadtverkehr und gelegentliche Ausflüge auf unebenen Wegen.

Für 499 Euro bekommt man mit dem Navee ST3 Pro einen E-Scooter, der im Hinblick auf Fahrkomfort und Verarbeitung in der oberen Liga mitspielt

Der Segway Ninebot E3 Pro überzeugt als Pendler-E-Scooter mit solider Verarbeitung, genialem Klappmechanismus, guter Federung, Blinker und ausreichender Leistung. Für 400 Euro ein faires Angebot trotz kleinerer Schwächen. Wer weiter sparen will, greift zum Segway Ninebot E3 mit etwas kleinerem 276-Wh-Akku für 360 Euro.

E-Scooter sind Tretroller mit einem Elektroantrieb. Sie sind wendig, klein und dank eines Klappmechanismus leicht zu transportieren. In Deutschland regelt die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) die Zulassung und Nutzung dieser Elektrokleinstfahrzeuge. Nur Modelle mit einer gültigen Betriebserlaubnis und einer Straßenzulassung dürfen am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.

Die Begriffe E-Scooter, Elektroscooter, Elektro-Tretroller und E-Roller oder Elektroroller werden oft synonym verwendet. Gemeint sind damit stets elektrisch angetriebene Tretroller, die unter die Kategorie der Elektrokleinstfahrzeuge fallen.

E-Scooter bieten eine flexible Lösung für die sogenannte „letzte Meile" – also den Weg zwischen Haltestelle und Ziel. In der Stadt sind sie teilweise schneller als Autos, da man mit ihnen Staus bequem ausweichen kann. Gleichzeitig sind sie leicht, wendig und meist klappbar, was die Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtert.

Der Markt für E-Scooter mit Straßenzulassung wird von einigen etablierten Marken dominiert. Segway Ninebot gehört zu den bekanntesten Herstellern und bietet Modelle in verschiedenen Preisklassen an. Xiaomi hat sich mit seinen Elektroscootern ebenfalls einen Namen gemacht – vor allem im mittleren Preissegment. Navee überzeugt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, während Egret im Premiumbereich positioniert ist.

Daneben gibt es Marken wie Epowerfun mit dem EPF Pulse, Niu, Vmax und Metz. Die Unterschiede zwischen den Marken liegen unter anderem bei Verarbeitung, Fahrkomfort, Akku-Kapazität und Radgröße. Günstige Modelle starten bei 200 Euro, hochwertige Produkte kosten bis zu 2000 Euro.

Einer der wichtigsten Punkte beim Kauf eines E-Scooters ist die Leistung des Motors. Bezüglich der Beschleunigung macht dem iScooter IX7 Pro (Testbericht) mit seinem zwei Motoren kaum ein anderer etwas vor.

Aber auch der Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) ist extrem stark. Sein Motor schafft als einziger im Testfeld eine Spitzenleistung von 2000 Watt, was in einer brachialen Beschleunigung mündet. Wem das nicht genug ist, der kann sogar einen Boost-Modus aktivieren, der auf ein sanftes Beschleunigen verzichtet und stattdessen sofort Vollgas gibt. Aber Achtung: Ein ungewollter Wheelie kann zum Sturz führen.

Schneller als 20 km/h darf ein E-Scooter in Deutschland nicht fahren, wenn er über eine Straßenzulassung verfügen soll. Die Höchstgeschwindigkeit für zugelassene E-Scooter beträgt 20 km/h, wobei eine Toleranz von 10 Prozent auf 22 km/h erlaubt ist. Einige E-Roller nutzen das aus und fahren legal 22 km/h. Gefühlt macht das tatsächlich einen Unterschied. Wir empfehlen, beim Kauf darauf zu achten.

Dem Eleglide D1 Master ist das genauso egal wie dem Kugoo Kirin G3 (Testbericht). Beide fahren locker über 50 Kilometer pro Stunde. Erlaubt ist das in Deutschland nur auf privatem Gelände. Wer mit einem solchen E-Scooter auf öffentlichen Straßen fährt, riskiert Bußgelder und den Verlust des Versicherungsschutzes.

Fast alle E-Scooter haben für die Beschleunigung am rechten Griff einen Daumenhebel. Bei einigen Modellen sitzt dieser relativ straff, was gerade bei längeren Fahrten unangenehm werden kann. Das passiert bei Modellen mit Zeigefingergriff nicht. Trotzdem bevorzugen wir einen leichtgängigen Daumengriff. Denn der Zeigefingergriff hat den Nachteil, dass der Fahrer zum Betätigen des Bremshebels zunächst umgreifen muss. Das kann wertvolle Zeit kosten.

In seltenen Fällen kommen die elektrischen Tretroller auch mit einem Gasring. Der hier im Bild gezeigte Xiaomi E-Scooter 6 Ultra (Testbericht) kombiniert einen Daumenhebel mit einem Gasring.

Man merkt beim E-Scooterfahren sofort, ob ein Elektroscooter über Luft-, über Vollgummi- oder Honeycomb-Reifen verfügt. Luftreifen fangen die meisten kleineren Unebenheiten ab. Vollgummireifen geben alle Unebenheiten direkt an den E-Scooter und seinen Fahrer weiter. Das ist auch der Grund, warum die meisten elektrischen Tretroller ohne Luftreifen über eine zusätzliche Federung verfügen. Vorteil von Vollgummi und Honeycomb: Sie sind pannensicher und Nachpumpen entfällt. Modelle mit Honeycomb-Reifen sind zudem günstiger.

Mittlerweile gibt es selbst bei den sehr günstigen E-Scootern kaum noch Modelle ohne Luft. Der aktuelle Trend geht zu schlauchlosen Reifen, die sich dank eines Gels bei einer Panne selbst wieder verschließen.

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Radgröße. So fahren sich 8-Zoll-Reifen härter als 10-Zoll-Varianten, die wiederum von 12-Zoll-Reifen wie beim Egret X Ultra (Testbericht) geschlagen werden. Faustregel: je größer die Radgröße, desto angenehmer der Fahrkomfort.

Doch auch Modelle mit großen Luftreifen profitieren von einer guten Federung. So gestaltet sich etwa die Fahrt mit dem Joyor Y8-S (Testbericht) dank 10-Zoll-Bereifung und Vollfederung besonders komfortabel. Eine gute Federung an Vorder- und Hinterrad erhöht den Fahrspaß spürbar – vor allem auf unebenen Straßen in der Stadt.

Die Bremsen sollten zu den wichtigsten Faktoren beim Kauf eines E-Scooters gehören. In einer Gefahrensituation rechtzeitig anhalten zu können, ist für die Sicherheit entscheidend. Die Bremskraft sollte sich immer ordentlich dosieren lassen. Auch die Reifen spielen beim Bremsen eine Rolle: Vollgummi- und Honeycomb-Reifen bieten bei Feuchtigkeit weniger Grip als Luftgummireifen.

Der Gesetzgeber verlangt für straßenzugelassene E-Scooter zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen. Die Hersteller nutzen unter anderem die folgenden vier Varianten in unterschiedlichen Kombinationen:

Eine Trommelbremse am Vorderrad bietet bei Nässe oft mehr Sicherheit als eine offene Scheibenbremse. Im Vergleich der verschiedenen Bremssysteme schneiden Scheiben- und Trommelbremsen deutlich besser ab als Motor- oder Schutzblechbremsen.

Die Akku-Kapazität variiert zwischen etwa 200 und 1200 Wattstunden (Wh). Als Faustregel gilt: Je größer der Akku, desto teurer, schwerer und reichweitenstärker ist der E-Scooter. Trotzdem lässt sich die Akkukapazität nicht 1:1 auf die maximale Reichweite übertragen.

Die meisten E-Scooter bieten eine realistische Reichweite von 20 bis 50 Kilometern. Doch die tatsächliche Reichweite hängt von der Akku-Kapazität, dem Gewicht des Fahrers, dem Streckenprofil und der Geschwindigkeit ab. Wer täglich längere Strecken als Pendler zurücklegt, sollte auf eine Akkukapazität von mindestens 400 Wh achten.

Die meisten E-Scooter sind mit einem Energierückgewinnungssystem ausgestattet. Dieses gewinnt während der Fahrt beim Bremsen Energie zurück und erhöht so die Effizienz.

Einige wenige E-Scooter wie der Epowerfun EPF-2 Pro (Testbericht) bieten einen Wechselakku. Hier kann ein Zweitakku die tatsächliche Reichweite verdoppeln.

Mehr dazu hier: Top 10: E-Scooter mit der besten Reichweite im Test.

Praktisch alle E-Scooter können zusammengeklappt werden. Der Klappmechanismus ist primär für Pendler wichtig, die ihren E-Scooter in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen oder in den Kofferraum packen. Selten, aber praktisch: Lenkergriffe, die vom Nutzer angelegt werden können. Das bietet etwa der Joyor Y8-S.

Damit sich ein E-Scooter für größere Personen eignet, benötigt er eine ausreichend hohe, am besten höhenverstellbare Lenkstange, wie der Egret One (Testbericht), ein langes Trittbrett und eventuell eine hohe maximale Zuladung. Die kürzesten Trittbretter sind nur etwas länger als 40 Zentimeter.

Das Gewicht spielt ebenfalls eine Rolle. Leichte Elektro-Tretroller wiegen um die 12 Kilogramm, schwere Modelle bringen über 33 Kilogramm auf die Waage. Wer seinen E-Scooter regelmäßig Treppen hochtragen muss, sollte auf ein geringes Gewicht achten.

Das Licht des E-Scooters ist eigentlich eine Kleinigkeit, mag man denken. In der Praxis sieht das anders aus. Dabei geht es in erster Linie nicht um die tatsächliche Leistung des Lichts, die im urbanen Umfeld, in dem E-Scooter hauptsächlich fahren, wenig entscheidend ist. Es geht vielmehr darum, dass bei einigen älteren oder günstigeren Modellen nicht beide gesetzlich vorgeschriebenen Lichter am Stromkreislauf angeschlossen sind. Sie müssen dann direkt an der Leuchte ein- und wieder ausgeschaltet werden. Das ist nicht schlimm, nervt aber.

Immer mehr E-Scooter bieten einen Blinker. Dieser ist bei Elektroscootern besonders praktisch. Es kann gefährlich sein, die Hand zum Ankündigen eines Abbiegevorgangs vom Lenker zu nehmen. Hier sollten Käufer darauf achten, dass ihr E-Scooter nicht nur wie üblich an den Lenkerenden blinkt, sondern im besten Fall auch am hinteren Ende des Rollers. Das erhöht die Sichtbarkeit deutlich.

Blinker lassen sich auch für wenige Euro nachrüsten. Wie das geht, erklären wir in der Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten. Mehr dazu zeigt unser Ratgeber zu E-Scooter-Zubehör.

Für E-Scooter gibt es eine Haftpflicht-Versicherungspflicht, die durch eine sichtbare Versicherungsplakette nachgewiesen werden muss. Aber auch andere Versicherungen können wichtig sein. Selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Unfälle mit E-Scootern haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen und Schäden abzumildern.

Die E-Scooter-Versicherung – also die Haftpflichtversicherung – kostet ab etwa 25 Euro pro Jahr. Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.

Wer sich nicht selbst um günstige Preise und Anbieterwechsel kümmern will, kann zu Wechselservices wie Remind.me gehen. Der Anbieter bietet kostenlose Wechsel zwischen Stromanbietern an. Dabei erhält der Kunde vorab eine Empfehlung und kann sich dann für oder gegen das jeweilige Angebot entscheiden. Vorteil: Remind.me vergleicht über 12.000 Tarife und meldet sich automatisch, wenn man einen Vertrag wechseln kann.

Nein, für E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ist in Deutschland kein Führerschein erforderlich. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Einen Mofa-Führerschein oder eine andere Fahrerlaubnis braucht man nicht.

Allerdings gelten für E-Scooter-Fahrer dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer. Eine Promillegrenze von 0,5 bis 1,09 gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern belegt werden. Für Fahranfänger unter 21 Jahren und in der Probezeit gilt die 0,0-Promille-Grenze.

Falls vorhanden, müssen E-Scooter auf Radwegen, Radstreifen oder Fahrradstraßen fahren. Gibt es diese nicht, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Verboten sind E-Scooter auf Gehwegen, in Fußgängerzonen und in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung. Das gilt nicht für Einbahnstraßen, die mit „Radfahrer frei" gekennzeichnet sind. Grundsätzlich dürfen die Elektroscooter überall fahren, wo die Zusatzkennzeichnung „Elektrokleinfahrzeuge frei" gilt.

Wer seinen E-Scooter auf Gehwegen fährt, riskiert Bußgelder. Diese liegen zwischen 15 und 180 Euro, abhängig von der Schwere des Verstoßes. Auch die Nutzung des Smartphones während der Fahrt ist untersagt und kann mit Bußgeldern von circa 55 Euro belegt werden.

Falsch abgestellte E-Scooter können Passanten gefährden. Wer seinen Roller achtlos auf Gehwegen abstellt, riskiert Schäden bei anderen und Gebühren durch den Anbieter.

Nein, es gibt bei E-Tretrollern mit Straßenzulassung bis 20 km/h keine Helmpflicht. Es gibt keine gesetzliche Helmpflicht für E-Scooter, aber das Tragen eines Fahrradhelms wird dringend empfohlen. Eine Unfallgefahr etwa durch andere Verkehrsteilnehmer oder nassen Untergrund besteht immer. Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern steigt. Ein Helm kann schwere Kopfverletzungen verhindern.

Einige Helme bieten smarte Funktionen wie Licht, Musik, Telefonie oder einen Blinker. Mehr dazu in unserer Top 7: Der beste smarte Fahrradhelm.

Die Kosten für E-Scooter variieren stark. Günstige Modelle sind bereits unter 200 Euro erhältlich. Hochwertige Elektroroller kosten bis zu 2000 Euro. Der Preis hängt vor allem von Motor-Leistung, Akku-Kapazität, Marke und Verarbeitung ab. In der Preisklasse unter 400 Euro finden sich E-Scooter wie der Niu KQi 100F für 229 Euro.

Diese Fahrzeuge bieten solide Grundausstattung, aber Abstriche bei Reichweite und Federung. Zwischen 400 und 600 Euro liegt der Sweetspot: Hier gibt es Modelle wie den Segway Ninebot E3 Pro oder den Navee ST3 Pro mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ab 700 Euro aufwärts bieten Marken wie Egret, Xiaomi und Segway-Ninebot-Premiummodelle mit starkem Motor, großem Akku und erstklassiger Verarbeitung.

Neben dem Kaufpreis fallen laufende Kosten an: Die E-Scooter-Versicherung kostet ab etwa 25 Euro pro Jahr, Strom zum Laden nur wenige Euro im Monat

E-Scooter bieten eine umweltfreundliche Alternative zu Autos, da sie keine direkten CO₂-Emissionen verursachen und zur Reduzierung der Luftverschmutzung beitragen. Die Nutzung von E-Scootern kann den Verkehr in Städten entlasten. Sie bieten eine flexible und platzsparende Transportmöglichkeit, die weniger Platz als Autos benötigt.

Allerdings ist die Herstellung der Akkus für E-Scooter energieintensiv. Die Umweltbilanz fällt vor allem dann positiv aus, wenn der E-Scooter tatsächlich Autofahrten ersetzt – und nicht nur Fußwege oder Fahrradstrecken.

Sehr viele Elektronikfachverkäufer und lokale Fahrradhändler bieten E-Scooter an. Auch online gibt es so gut wie jeden Elektroscooter zu kaufen. Häufig erzielt man beim Online-Kauf sogar bessere Preise. Wir empfehlen, die Preise zu vergleichen (Preisvergleich).

Beim Online-Kauf sollten Kunden auf die Angaben zu Versand und Lieferung achten. Viele Händler bieten kostenlosen Versand ab einem bestimmten Bestellwert. Die Lieferung erfolgt meist innerhalb weniger Werktage. Bei Nichtgefallen ist eine Rücksendung innerhalb von 14 Tagen möglich.

Einige Hersteller wie Epowerfun verkaufen ihre Produkte direkt über den eigenen Online-Shop und bieten dort gelegentlich Rabatt-Aktionen an. Auch auf großen Marktplatz-Seiten wie Amazon finden sich regelmäßig Angebote mit Rabatt. Vor dem Kauf lohnt es sich, den Artikel in den Warenkorb zu legen und die Preise über mehrere Tage zu beobachten.

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) bildet die rechtliche Grundlage für E-Scooter in Deutschland. Sie schreibt unter anderem vor:

Ein Führerschein ist nicht erforderlich. Kinder unter 14 Jahren dürfen keine E-Scooter im Straßenverkehr fahren. E-Scooter ohne Zulassung dürfen nicht auf öffentlichen Straßen, Radwegen oder Gehwegen genutzt werden. Wer ohne gültige Straßenzulassung fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert Bußgelder.

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung gilt für alle Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die bauartbedingt nicht schneller als 20 km/h fahren. Dazu zählen neben E-Scootern auch andere Elektrokleinstfahrzeuge wie elektrische Skateboards – sofern sie eine Zulassung haben.

Der Markt für E-Scooter ist stets in Bewegung. Wir empfehlen, unsere Bestenliste im Blick zu behalten. Dort sammeln wir weiterhin alle Einzeltests, Kaufberatungen und Ratgeber. Der Segway Ninebot Max G3 D bleibt unser Testsieger unter den E-Scootern mit Straßenzulassung. Für Pendler mit kleinerem Budget ist der Navee ST3 Pro eine starke Wahl.

Außerdem zeigen wir E-Tretroller, die sich besonders gut für Feldwege und Schotterpiste eignen, in unserer Top 10: Die besten Offroad-E-Scooter. Begrenztes Budget? Dann hilft unsere Top 10: Die besten legalen E-Scooter bis 500 Euro. Kein Blinker? Dann raten wir zur Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten.

Matthias Sternkopf von 19.05.2025

Der Segway Ninebot Max G3 D ist ein würdiger Nachfolger des G2 D und setzt im Test neue Maßstäbe mit starkem Motor, toller Federung und smarten Funktionen.

Segway dominiert den E-Scooter-Markt seit Jahren mit hochwertigen Modellen. Der Ninebot Max G2 D führte lange unsere Bestenliste an und überzeugte mit seiner Reichweite, dem integrierten Ladegerät und dem ausgezeichneten Fahrverhalten. Mit dem neuen G3 D legt Segway die Messlatte noch höher.

Im Vergleich zum Vorgänger G2 D bietet der G3 D zahlreiche Verbesserungen: Statt einer einfachen Federung kommt nun eine vollständige hydraulische Federung zum Einsatz. Der Motor wurde von 900 Watt Spitzenleistung auf beeindruckende 2000 Watt aufgerüstet. Neu ist auch das integrierte Navigationssystem, das den Fahrer sicher ans Ziel führt. Zudem wurde die Akkulaufzeit optimiert.

Gegenüber dem ZT3 Pro (Testbericht), der mit seiner hochwertigen Verarbeitung, dem 1600-Watt-Motor und der Vollfederung punktet, kann der G3 D in fast allen Bereichen mithalten oder ihn sogar übertreffen. Der G3 D bietet einen noch stärkeren 2000-Watt-Motor und ist mit 24,6 kg etwas leichter als der fast 30 kg schwere ZT3 Pro. Beide E-Scooter verfügen über große Reifen (11 Zoll), umfangreiche App-Funktionen und Apple-Find-My-Integration.

Der Registrierungszwang für die App bleibt bei Segway bestehen – ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten hervorragenden Gesamtpaket. Für 879 Euro (Expert) bekommt man ein Kraftpaket, das kaum Wünsche offenlässt.

Der Aufbau des Segway Ninebot Max G3 D gestaltet sich erfreulich einfach: Vier Schrauben fixieren den Lenker, zwei weitere das Nummernschild – fertig! Danach empfiehlt es sich, alle Schrauben und den Luftdruck zu prüfen. Wir raten außerdem dringend zum Helmtragen beim Fahren. Im Standardlieferumfang enthalten sind der E-Scooter selbst und ein Kabel für das integrierte Schnellladegerät. Wer auf zusätzliches Zubehör wie den optionalen 460-Wh-Akku oder das DC-Ladegerät hofft, muss sich bis Q3 2025 gedulden.

Optisch zeigt sich der G3 D in einem professionellen, funktionalen Design mit klaren Linien und mattschwarzer Oberfläche. Der E-Scooter wirkt massiv und haltbar, wenig filigran, aber dafür umso solider. Das silberne Segway-Logo auf der Lenkstange setzt einen dezenten Kontrast zur dunklen Grundfarbe. Rote Akzente wie das Bremskabel, die roten Bremsen und dezente rote Striche auf dem Trittbrett lockern das ansonsten schlichte Design etwas auf. Der Look ist professionell und wenig verspielt – eben ein E-Scooter für Erwachsene, nicht für Kinder.

Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig und übertrifft sogar den bereits gut verarbeiteten G2 D. Hier wackelt nichts, knarzt nichts – alles wirkt wie aus einem Guss. Die Materialqualität ist durchweg hoch, jedes Detail sorgfältig ausgeführt. Mit einer Wasserbeständigkeit von IPX6 für das Gehäuse und IPX7 für den Akku ist der E-Scooter gut gegen Spritzwasser und kurzes Eintauchen geschützt – perfekt für Fahrten bei leichtem Regen. Die maximale Tragfähigkeit beträgt beeindruckende 130 kg, was den E-Scooter auch für schwerere Fahrer attraktiv macht.

Besonders praktisch im Alltag: An der Lenkstange befindet sich ein Haken für Beutel oder Tüten – ideal für den schnellen Einkauf auf dem Heimweg. Die 11-Zoll großen, schlauchlosen Luftreifen kommen mit einer selbstabdichtenden Gelschicht, die Löcher bis zu 4 mm eigenständig repariert. Diese Technologie reduziert das Risiko von Reifenpannen erheblich.

Mit knapp 25 kg ist der G3 D allerdings kein Leichtgewicht. Wer den E-Scooter regelmäßig in den Kofferraum heben, Treppen hinauftragen oder zum Laden in die Wohnung bringen muss, sollte diesen Punkt bedenken. Zum Vergleich: Der ZT3 Pro wiegt mit fast 30 kg noch mehr, was den G3 D im direkten Vergleich fast schon schlank erscheinen lässt – alles eine Frage der Perspektive.

Der Lenker des Segway Ninebot Max G3 D ist ergonomisch geformt und bietet eine angenehme Griffposition. Obwohl er nicht in der Höhe verstellbar ist, passt er gut für mittlere bis große Personen. Die Bedienelemente sind durchdacht platziert und auch blind erreichbar – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, der es ermöglicht, den Blick stets auf die Straße gerichtet zu halten. Clever: Eine der Tasten kann frei belegt werden, was eine individuelle Anpassung an die eigenen Bedürfnisse erlaubt. So kann man etwa den Boost-Modus, die Lichtsteuerung oder andere häufig genutzte Funktionen auf Knopfdruck aktivieren.

Das 2,4-Zoll-Smart-TFT-Farbdisplay ist ein echtes Highlight und gehört zu den schönsten Displays, die wir je an einem E-Scooter gesehen haben. Es ist elegant in den Lenker integriert und zeigt alle wichtigen Informationen auf einen Blick: aktuelle Geschwindigkeit, Akkustand in Prozent (nicht nur als Balkenanzeige), gewählter Fahrmodus und zurückgelegte Strecke. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es zwar nicht perfekt ablesbar, aber immer noch ausreichend gut zu erkennen. Die Darstellung ist klar strukturiert und auch während der Fahrt gut zu erfassen.

Der absolute Clou des Displays ist die integrierte Navigation mit dem Kartendienst Here. Im Test funktionierte diese Funktion tadellos und zeigte zuverlässig Richtungspfeile, Entfernungsanzeigen und sogar Straßennamen an. Dies ist ein echter Mehrwert gegenüber vielen Konkurrenzmodellen, bei denen man für die Navigation zusätzlich ein Smartphone benötigt. Schade ist allerdings, dass kein USB-A- oder USB-C-Port zum Laden von Endgeräten vorhanden ist – das wäre die perfekte Ergänzung zum Navigationssystem gewesen.

Die Beleuchtung des G3 D wirkt durchdacht. Das 6-Watt-LED-Frontlicht ist beeindruckend hell und bietet auch bei Dunkelheit eine gute Sicht. Es kann in der Höhe variiert werden, um den Abstrahlwinkel optimal einzustellen, und schaltet sich bei Dunkelheit automatisch ein. Das rote Rücklicht dient gleichzeitig als Bremslicht.

Die integrierten Blinker an den Enden des Lenkers erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Ein akustisches Signal beim Blinken erinnert daran, den Blinker nach dem Abbiegen wieder auszuschalten – diese Funktion lässt sich bei Bedarf über die App deaktivieren. Schade ist allerdings, dass keine zusätzlichen Blinker am Heck verbaut wurden, was die Sichtbarkeit für nachfolgende Verkehrsteilnehmer noch weiter verbessert hätte.

Die Segway Mobility App ist richtig gut, allerdings ist ihre Installation, wie bei anderen Segway-E-Scootern auch, Pflicht. Verfügbar für iOS und Android bietet sie ein übersichtliches Interface mit logisch strukturierten Menüs. Die Ersteinrichtung erfolgt schnell – alle Funktionen sind sinnvoll angeordnet und leicht zu finden. Im Gegensatz zu vielen anderen Hersteller-Apps, die oft unausgereift oder überladen wirken, hat Segway hier eine Lösung geschaffen, die das Nutzererlebnis tatsächlich verbessert und nicht verkompliziert.

Die Kernfunktionen der App umfassen die umfassende Überwachung des Fahrstatus. Neben Geschwindigkeit, Akkustand und zurückgelegter Strecke werden auch detaillierte Statistiken zu Fahrten angezeigt. Die App erlaubt die Anpassung der Fahrmodi an persönliche Vorlieben. Das Ladelimit kann eingestellt werden, um die Akkulebensdauer zu verlängern. Auch die Stärke der Energierückgewinnung beim Bremsen lässt sich individuell anpassen.

Das Sicherheitspaket der App ist beeindruckend umfangreich. Die Bluetooth-basierte Sperrtechnologie erkennt, wenn sich der Besitzer nähert, und entsperrt den Scooter automatisch – eine Art „Keyless Go“ für den E-Scooter. Alternativ funktioniert auch ein Code direkt am E-Scooter zur Entsperrung. Bei unerlaubter Bewegung kann die App einen Alarm auslösen und den Fahrer benachrichtigen. Apple-Nutzer profitieren zudem von der Integration mit „Find My“ – so lässt sich der Scooter bei Verlust oder Diebstahl orten. Die Toneffekte des E-Scooters, wie das akustische Signal beim Blinken, können über die App ein- oder ausgeschaltet werden.

Ein herausragendes Feature ist die integrierte Navigation mit dem Kartendienst Here. Nach Eingabe des Ziels werden die Anweisungen direkt auf dem Display des E-Scooters angezeigt – mit Pfeilen, Entfernungsanzeigen und Straßennamen. Im Test funktionierte diese Funktion tadellos und führte zuverlässig ans Ziel.

Einziger Wermutstropfen bleibt der Registrierungszwang bei der ersten Nutzung – ein kleines Ärgernis in einer ansonsten hervorragenden App, die in puncto Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit neue Maßstäbe setzt.

Der Fahrspaß mit dem Segway Ninebot Max G3 D beginnt bereits beim ersten Tritt auf das großzügig dimensionierte Trittbrett. Es bietet ausreichend Platz für verschiedene Standpositionen und vermittelt sofort ein sicheres Gefühl. Das hintere Schutzblech macht einen robusten Eindruck und hält auch versehentlichen Tritten stand. Mit einer maximalen Zuladung von 130 kg ist der E-Scooter für ein breites Spektrum an Fahrern geeignet.

Ein Highlight ist die doppelte hydraulische Federung an Vorder- und Hinterrad. Sie nimmt holprigen Pflastersteinen den Schrecken und macht Fahrten auf unebenem Terrain zum Kinderspiel. Die Federung kann an das Fahrergewicht angepasst werden.

Die 11-Zoll-Luftreifen tragen zusätzlich zum Fahrkomfort bei. Das Reifenprofil ist für Straßenfahrten optimiert, bietet aber auch auf leichteren Offroad-Strecken ausreichend Grip. Die Reifen rollen ruhig und schlucken viele Unebenheiten weg, was besonders bei längeren Fahrten den Komfort deutlich erhöht.

Trotz des stattlichen Eigengewichts zeigt sich der G3 D erstaunlich wendig und agil. Kurven lassen sich präzise nehmen, und auch bei engen Wendemanövern behält man stets die volle Kontrolle. Das Trittbrett sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt, was die Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten verbessert. Gleichzeitig bietet der E-Scooter genug Bodenfreiheit, um problemlos über kleinere Hindernisse wie abgesenkte Bordsteinkanten zu rollen.

Der Motor ist ein echtes Biest! 500 Watt Nennleistung (Deutschland-konform) und 2000 Watt Spitzenleistung katapultieren jeden Fahrer in kürzerester Zeit auf 20 km/h. Steigungen meistert er ohne zu schnaufen. Der Heckantrieb läuft angenehm ruhig.

Der Boost-Modus ist brutal: Per App freischaltbar und auf die programmierbare Taste legbar, liefert er volle Power auf Knopfdruck. Achtung: Nach vorne lehnen und festhalten, sonst droht ein unfreiwilliger Wheelie-Stunt! Im Test erweist sich dieser Motor als der stärkste, den wir bisher getestet haben.

Das Bremssystem mit doppelten Scheibenbremsen vorne und hinten plus elektronischer Hinterradbremse verzögert zuverlässig. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten steht man schnell und sicher.

Mit 597 Wh Kapazität verspricht der Akku laut Hersteller bis zu 80 km Reichweite (bei 75 kg, 15 km/h, 25 °C) oder 75 km bei Vollgas. Im echten Leben mit mehr Gewicht, kälterem Wetter, Hügeln und häufigem Stop-&-Go rechnet man besser konservativer.

Ab Q3 2025 soll ein zusätzlicher 460-Wh-Akku die Reichweite auf bis zu 135 km steigern. Das integrierte Netzteil braucht nur ein Kabel – ideal für Reisen und ein Feature, das wir schon beim Vorgänger liebten. Ladezeit: 3,5 Stunden, mit optionalem DC-Ladegerät nur 2,5 Stunden. Das intelligente Batteriemanagement schützt vor Überladung und Tiefentladung.