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18.05.2026
10:58 Uhr
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Die NASA-Rover sind inzwischen gut geübt darin, sich selbst zu fotografieren. Nun hat Perseverance ein sechstes Selbstporträt zur Erde geschickt.

Der Mars-Rover Perseverance der NASA hat erneut ein Selfie von sich aufgenommen, das jüngste zeigt ihn auf einem Gelände, das die US-Weltraumagentur „Lac de Charmes“ getauft hat. Das fertige Bild wurde demnach aus 61 einzelnen Aufnahmen zusammengesetzt und zeigt das Fahrzeug mit dem Mast auf einen Felsvorsprung gerichtet. Dort hat er kurz zuvor eine kreisförmige Abriebspur hinterlassen, erläutern die Verantwortlichen. Im Hintergrund ist der westliche Rand des Kraters Jezero zu sehen, in dem der Rover ursprünglich gelandet ist. Aus wissenschaftlicher Sicht sei das Gelände, in dem er aktuell unterwegs ist, das interessanteste. Aufgenommen wurden die einzelnen Fotos demnach schon am 11. März, dem 1797. Tag des Rovers auf dem Mars.
Die NASA hat die hochkomplexe Prozedur zur Aufnahme der Selfies mit Perseverances Vorgänger Curiosity eingeführt. Dafür wird der Roboterarm benutzt, der deshalb auf der finalen Aufnahme auch nicht zu sehen ist. Damit machen die beiden Rover dutzende Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven, bei denen die Linse aber immer am selben Ort bleibt. Daraus lassen sich dann am Computer die Selfies zusammensetzen, die den Anschein erwecken, dass sie aus einer gewissen Entfernung von einem zweiten Gerät gemacht wurden. Insgesamt hat die Prozedur für das jüngste Selfie jetzt etwa eine Stunde gedauert, erklärt das Team.
Perseverance ist seit dem Februar 2021 auf dem Mars unterwegs und hat dort schon 42 km zurückgelegt. Der Rover sucht in einem ehemaligen Delta nach Spuren von Leben. Begleitet wurde er lange von dem kleinen Helikopter Ingenuity. Der sollte eigentlich nur unter Beweis stellen, dass motorisierte Fluggeräte auf dem Mars überhaupt abheben können. Weil er das aber so gut gemeistert hat, durfte er danach noch die Gegend erkunden. Erst nach 72 Flügen war Anfang 2024 abrupt das Ende des zähen Fluggeräts erreicht. Im vergangenen Herbst wurde publik gemacht, dass Perseverance mögliche Spuren von mikrobiologischem Leben gefunden hat. Für ein abschließendes Urteil über die Entstehungsgeschichte der fraglichen Stoffe braucht es aber eine Analyse auf der Erde. Für die sieht es aktuell schlecht aus.
(mho)