SZ 17.03.2026
11:17 Uhr

(+) Academy-Awards: Oscars 2026: Alle Gewinner im Überblick


Bei der 98. Oscar-Verleihung haben vor allem zwei Filme abgeräumt. In unserer Übersicht sehen Sie, wer eine Trophäe gewonnen hat. Ein Kuriosum gab es in der Kategorie „Kurzfilm“.

(+) Academy-Awards: Oscars 2026: Alle Gewinner im Überblick

Gold und Glamour in Hollywood. Bei der 98. Oscar-Verleihung am 15. März Ortszeit räumten vor allem zwei Filme ab: „One Battle After Another“ (13 Nominierungen) und „Blood & Sinners“ (16 Nominierungen) gewannen sechs beziehungsweise vier Trophäen. Ebenfalls ein Gewinner des Abends war „Frankenstein“. Der Science-Fiction-Horror-Film von Guillermo del Toro holte drei Oscars.

Host Conan O’Brien startete mit einem kleinen Seitenhieb gegen Timothée Chalamet und dessen Aussage zu Ballett und Oper, Ex-Oscar-Moderator Jimmy Kimmel präsentierte die beiden Dokumentations-Kategorien und teilte gegen US-Präsident Donald Trump aus – und den US-Sender CBS.

Geschichte schrieben „Sentimental Value“, das den ersten Oscar als „Bester Internationaler Film“ für Norwegen holte, und Autumn Durald Arkapaw, die als erste Frau in der Kategorie „Beste Kamera“ ausgezeichnet wurde. Der deutsche Film „In die Sonne schauen“ hatte es am Ende nicht in die fünf nominierten Filme geschafft.

Politische Statements suchte man bei der Oscar-Verleihung vergebens. Dafür waren die Filme eindeutig positioniert. Doch auch das könnte bald vorbei sein.

Ein Überblick über alle Gewinner, Siegerinnen und Nominierungen in den 24 Kategorien.

Bester Film: „One Battle After Another

Der beste Film bei den Oscars 2026 ist „One Battle After Another“. Es war der insgesamt sechste Oscar für den Action-Film.

Bester Hauptdarsteller: Michael B. Jordan in „Blood & Sinners“

Erste Nominierung, erster Oscar: Michael B. Jordan gewann die Trophäe für seine Leistungen in „Blood & Sinners“. Schlechte Nachricht für alle Chalamet-Fans: er geht wieder ohne goldene Statue nach Hause.

Das Zeitalter der USA gehe dem Ende entgegen, wird allenthalben behauptet. Wenn das mal nicht verfrüht ist. Die Oscars zeigen dieses Jahr, wie wunderbar amerikanischer Wahn immer noch sein kann.

Beste Hauptdarstellerin: Jessie Buckley in „Hamnet“

„Hamnet“ wurde am Oscar-Abend zumindest einmal ausgezeichnet. Jessie Buckley gewann als „Beste Hauptdarstellerin“. In ihrer Rede dankte sie vor allem ihrem Mann und erwähnte ihre acht Monate alte Tochter, die „vermutlich gerade von Milch träumt“. Ihre letzten Worte auf der Bühne sagte die in Irland geborene Buckley auf Gälisch.

Jessie Buckley gewinnt den Preis für die beste weibliche Hauptrolle – als trauernde Mutter in „Hamnet“. Kurz zuvor hat sie selbst eine Tochter bekommen.

Beste Regie: Paul Thomas Anderson für „One Battle After Another“

Paul Thomas Anderson wurde in der Kategorie „Beste Regie“ ausgezeichnet. Der Regisseur verantwortete „One Battle After Another“.

Josh Safdie ist mit „Marty Supreme“  vorn dabei im Oscar-Rennen. Aber ein alter Vorfall droht den Regisseur einzuholen. Ein Gespräch über „pathologische Träume“ und Risiken im kreativen Taumel.

Bester Nebendarsteller: Sean Penn in „One Battle After Another“

Sean Penn konnte nicht vor Ort sein. Oder er wollte nicht? Auf jeden Fall gewann der 65-Jährige einen Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in „One Battle After Another“.

Beste Nebendarstellerin: Amy Madigan in „Weapons - Die Stunde des Verschwindens“

Amy Madigan gewann den Oscar als „Beste Nebendarstellerin“, es war die erste Trophäe, die in der Nacht verliehen wurde.

Bester internationaler Film: „Sentimental Value“ (Norwegen)

Norwegen hat erstmals einen Oscar geholt - und das bei bisher sieben Nominierungen. „Sentimental Value“ von Joachim Trier gewann als „Bester internationaler Film“.

Bestes Originaldrehbuch: Ryan Coogler für „Blood & Sinners“

Ryan Coogler nahm die goldene Statue entgegen für „Blood & Sinners“. Er redete sehr schnell, um allen zu danken, die ihm einfielen - und weil er ein bisschen nervös war.

Bestes adaptiertes Drehbuch: Paul Thomas Anderson für „One Battle After Another“

Paul Thomas Andersson gewann den ersten Oscar in seiner Regisseurs-Karriere. Es war die zweite Trophäe für „One Battle After Another“ des Abends.

Bestes Szenenbild: Tamara Deverell und Shane Vieau für „Frankenstein“

Dritter Oscar für „Frankenstein“ und der erste in der Karriere für Tamara Deverell und Shane Vieau.

Bestes Kostümdesign: Kate Hawley für „Frankenstein“

Was für Kostüme in „Frankenstein“ - dafür wurde Kate Hawley mit einem Oscar ausgezeichnet.

Bloß nicht als „worst dressed“ in die Oscar-Geschichte eingehen. Die einen posieren präpotent in langweiligem Weiß auf dem roten Teppich, die Mutigen des Abends kommen dagegen als riesige Vögel. Wer gewinnt den Wettlauf um die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien?

Bester Schnitt: Andy Jurgensen für „One Battle After Another“

Andy Jurgensen, erstmals für die Oscars nominiert, gewann in der Kategorie „Bester Schnitt“. Es war ein weiterer Oscar für „One Battle After Another“.

Bester animierter Film: „KPop Demon Hunters

Wenig überraschend siegte mit „KPop Demon Hunters“ in der Kategorie „Bester animierter Film“ ein Film über die beliebte Musikrichtung KPop.

Bester animierter Kurzfilm: „Das Mädchen, das Perlen weinte“

Rasch wurde auch der animierte Kurzfilm prämiert. Hier siegte „Das Mädchen, das Perlen weinte“.

Bestes Casting: Cassandra Kulukundis für „One Battle After Another“

Der erste Oscar für die neue Kategorie ging an Cassandra Kulundis, die für die Zusammensetzung des Casts für „One Battle After Another“ zuständig war.

İlker Çatak gewinnt bei der Berlinale den Preis für den besten Film: „Gelbe Briefe“ erzählt von der Verfolgung von Künstlern in der Türkei. Ein Gespräch über die Mechanismen von Erdoğans Machtapparat und die Frage, warum diese Geschichte auch in Donald Trumps Amerika spielen könnte.

Beste Kamera: Autumn Durald Arkapaw für „Blood & Sinners“

Ein weiterer Oscar für „Blood & Sinners“ und dieses Mal in der Kategorie „Beste Kamera“. Autumn Durald Arkapaw wurde erstmals nominiert und räumte gleich ab. Sie bedankte sich unter anderem auch bei all den Frauen im Saal, weil sie die erste Frau ist, die in dieser Kategorie gewann.

Bestes Make-up und beste Frisuren: Mike Hill, Jordan Samuel und Cliona Furey für „Frankenstein“

Auch in der Kategorie „Bestes Make-up und beste Frisuren“ geht der Film von Guillermo del Toro als Sieger hervor.

Beste Filmmusik: Ludwig Göransson für „Blood & Sinners“

Ludwig Göransson bekam seinen insgesamt dritten Oscar in dieser Kategorie. Er komponierte die Filmmusik von „Blood & Sinners“.

Bester Song: „Golden“ von Joong Gyu Kwak, Yu Han Lee, Hee Dong Nam, Jeong Hoon Seo, Teddy Park, Ejae, Mark Sonnenblick in „KPop Demon Hunters“

Der zweite Oscar für „KPop Demon Hunters“: Auch in der Kategorie „Bester Song“ gewann der Netflix-Film mit dem Lied „Golden“, der allein bei YouTube über eine Milliarde Mal aufgerufen wurde.

Bester Ton: „F1“

Der Formel-1-Film „F1“ gewann in der Kategorie „Bester Ton“. In der Dankesrede gab es einen Appell, ins Kino zu gehen.

Beste visuelle Effekte: „Avatar: Fire and Ash“

Der dritte Teil von „Avatar“ holte den Oscar für die „Besten visuellen Effekte“. Aufgrund der Größenunterschiede der Gewinner musste das Mikrofon während der Dankesrede ein wenig hochgefahren werden.

Bester Kurzfilm: „The Singers“ und „Two People Exchanging Saliva“

Ein Kuriosum gab es in der Kategorie „Bester Kurzfilm“. Dort wurden zwei Oscars vergeben. Einen holte „The Singers“, einen Netflix-Film über einen improvisierten Gesangswettbewerb. Der Zweite ging an „Two People Exchanging Saliva“, einem französisch dystopischen Science-Ficition-Kurzfilm. Die Macher bedankten sich und erwähnten alle verschiedenen Nationen, die an dem Film mitwirkten - ein kleiner Wink an Donald Trump und ICE?

Bester Dokumentarfilm: „Mr. Nobody against Putin“ („Ein Nobody gegen Putin")

Mit einer Spitze gegen Donald Trump verkündete Jimmy Kimmel den Sieger beim „Besten Dokumentarfilm“. „Mr. Nobody against Putin“ („Ein Nobody gegen Putin“) triumphierte. Der Hauptdarsteller der Dokumentation rief zum Ende aller Kriege auf.

Bester Dokumentar-Kurzfilm: „All the Empty Rooms“ („All die leeren Zimmer“)

Ex-Oscar-Moderator Jimmy Kimmel präsentierte die Kategorie „Bester Dokumentar-Kurzfilm“. Der Sieger „All the Empty Rooms“ („All die leeren Zimmer“) handelt von den Opfern und deren Familien amerikanischer Schulmassaker.

Klar, es gibt reizvollere Reiseziele als Berlin im Februar. Aber wenn das Festival nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden will, muss es dringend wieder mehr Stars in die Hauptstadt holen.

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