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20.05.2026
14:36 Uhr
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Experten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege konnten die Datierung anhand einer Untersuchung der Jahresringe an den Hölzern vornehmen.

Grabungsleiter Matthias Stockinger arbeitet in einer Baugrube. Hier wurden verblüffend gut erhaltene Eichenbalken gefunden worden, die aus dem im vierten Jahrhundert vor Christus stammen. Foto: Daniel Löb/dpa
In Aschaffenburg ist eine für Wissenschaftler aufsehenerregende Baustruktur aus der Eisenzeit entdeckt worden. In einer Baugrube am Mainufer seien verblüffend gut erhaltene Eichenbalken gefunden worden, die aus dem vierten Jahrhundert vor Christus stammen, teilte die Stadtverwaltung mit. Experten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege hätten die Datierung anhand einer Untersuchung der Jahresringe an den Hölzern vornehmen können.
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An der Stelle in Aschaffenburg war bisher keine eisenzeitliche Siedlung oder Ähnliches vermutet worden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei dem Fund um die Überreste einer anspruchsvollen Konstruktion für ein einst wohl repräsentatives Bauwerk handeln könne. Die Holzkonstruktion habe in Richtung Main mit einer Trockensteinmauer abgeschlossen.
„Steinmauerwerk ist für die Eisenzeit ausgesprochen selten nachgewiesen“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Die Wissenschaftler erhoffen sich durch den Fund weitere Erkenntnisse über die eisenzeitliche Vorgeschichte des heutigen Aschaffenburg.
In dem Dorf am Inn verfallen seit Jahrzehnten historische Bauten. Ein Lehrstück vom Versagen des Denkmalschutzes – und von Menschen, die das nicht hinnehmen wollen.
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