SZ 05.05.2026
20:40 Uhr

(+) Angstforschung: „Menschen gewöhnen sich an die schlimmsten Sachen“


Attentate wie in Leipzig, Krieg gegen Iran oder der Klimawandel: Der Angstforscher Borwin Bandelow erklärt, warum wir uns in Bedrohungslagen einrichten – und wieso ausgerechnet Horrorfilme ein Heilmittel gegen Weltekel sein können.

(+) Angstforschung: „Menschen gewöhnen sich an die schlimmsten Sachen“
„Wir bekommen keine Panikattacke, wenn wir lesen, was Donald Trump gerade wieder gesagt hat“: der Göttinger Psychiater und Angstforscher Borwin Bandelow. Swen Pförtner/epd/IMAGO

Wie soll man mit einer Welt umgehen, in der man sich jeden Morgen auf schlechte Nachrichten einstellen muss? Wirtschaftskrise, Attentate, Klimawandel, Krieg: Das alles wirkt furchterregend. Der emeritierte Professor der Universität Göttingen Borwin Bandelow ist Psychiater und Neurologe – und Experte dafür, wie wir Menschen Bedrohungen wahrnehmen. Mit anderen Wissenschaftlern gründete Bandelow 1999 die „Gesellschaft für Angstforschung“, deren Ehrenvorsitzender er heute ist. Und angesichts der Nachrichten der vergangenen Tage und Wochen ist er somit genau die richtige Person, um ein paar grundsätzliche Fragen zu stellen.

Der Schriftsteller Jonathan Franzen erzählt von seiner Studentenzeit in Schwabing, seiner Wut auf Katzen und weshalb er glaubt, dass man den Klimawandel nicht mehr aufhalten kann.

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