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03.05.2026
14:14 Uhr
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Andreas Möller hinterfragt die Klischees der Großstädter über die Landbevölkerung und erklärt, warum der ländliche Raum gestärkt werden muss – vor allem angesichts bevorstehender Wahlen in Ostdeutschland.

Große Weite, viel dahinter: Leuchtend gelb blüht ein Rapsfeld im Osten von Brandenburg nahe Seelow, der Kreisstadt vom Landkreis Märkisch-Oderland. Patrick Pleul/dpa
Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki war kein Freund der Provinz. Relevante Literatur entstand für ihn entweder in der Stadt oder richtete, selbst wenn sie auf dem Land angesiedelt war, den Blick auf die Metropole als Sehnsuchtsort. Ironischerweise zeichnen jedoch gerade viele der bekannten Großstadtromane ein so düsteres Bild des urbanen Molochs, dass die Flucht aufs Land beinahe als einziger Ausweg erscheint.
Ob beim Essen, beim Sprechen oder beim Autofahren: Stadtmenschen und Landbewohner sind sich heute oft erstaunlich fremd. Eine Erkundungsreise entlang des gesellschaftlichen Grabens.
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