SZ 09.03.2026
15:10 Uhr

(+) Bundesliga: Dem VAR den Stecker gezogen – zur Imagekrise gibt es jetzt die passenden Bilder


Das Stecker-Ziehen von Münster dürfen die Ultras als Kombination aus subversivem Ungehorsam und Kreativität feiern. Die echte Debatte über den VAR entscheidet sich woanders.

(+) Bundesliga: Dem VAR den Stecker gezogen – zur Imagekrise gibt es jetzt die passenden Bilder
Ein Schiedsrichter sieht schwarz: Felix Bickel vor dem Bildschirm ohne Strom in Münster. RHR-Foto/IImago

Weil ja immer viel gemeckert und selten gelobt wird, erst einmal ein Dank an alle Beteiligten: Als ein vermummter Fan beim Zweitligaspiel zwischen Preußen Münster und Hertha BSC dem VAR wortwörtlich den Stecker zog und der Bildschirm vor den Augen von Schiedsrichter Felix Bickel schwarz wurde, behielten alle die Contenance. Allen voran Bickel selbst, der in einer ungewohnten Situation das Richtige tat und sich einfach auf das Urteil der Videoschiedsrichterin Katrin Rafalski verließ. Er gab den Elfmeter für Hertha und bestand zum Beispiel nicht darauf, dass der Monitor wieder in Gang gebracht werden solle.

Ständig wird über ihn diskutiert, seine Arbeit kennen die wenigsten. Ein Gespräch mit Videoschiedsrichter Pascal Müller, der seit sechs Jahren fast jede Woche im Kölner Keller sitzt und sagt: Ein Fußball ohne VAR würde nicht mehr akzeptiert.

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