SZ 04.05.2026
13:29 Uhr

(+) Debatte: Ihr mich auch!


Kann man Trumps Ankündigung eines Truppenabzugs nach Merz’ Kritik am Iran-Krieg anders als eine beleidigte Reaktion eines Gekränkten verstehen? Über Trotz als Muster, um Wähler zu mobilisieren, Kulturkämpfe zu bestreiten, Kriege vorzubereiten.

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Auf jede vorsichtige Kritik, jede insistierende Nachfrage, jede forsche Bemerkung reagiert Donald Trump erst mit Gekränktheit – und dann mit trotziger Gegenkränkung. Evan Vucci

US-Medien drucken gern ganze Enzyklopädien von Beleidigungen ab, mit denen Donald Trump Menschen und Orte überzieht. Seine Gegner sind allesamt „Loser“, „korrupt“, „eine totale Schande“, „Feiglinge“ oder „widerlich“. Er unterscheidet nicht zwischen Männern und Frauen, die „fett“ sind oder „sehr dumm“. Orte sind „Shitholes“ oder „Rattennester“. Die New York Times hat mal zum Spaß einen Donald Trump Insult Generator gebastelt, in den man beliebig Namen eingeben konnte, einen Politiker, den gierigen Vermieter, den muffeligen Ehemann etwa – um ihn dann mit Trump-Invektiven beschimpfen zu lassen. Der geifernde Präsident als schräger Stichwortgeber für Partyspiele.

In Ungarn wurde Viktor Orbán abgewählt, aber in der Slowakei regiert Robert Fico im gleichen Stil. Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Michal Hvorecky über die Lage in seinem Land.

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