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03.06.2026
15:26 Uhr
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Nastassja Kinski macht Wim Wenders in Wahrheit ein Geschenk: Er kann sein Werk, das er nun doch zurückgezogen hat, modernisieren – und Filmgeschichte schreiben.

Im Februar 2018 erhielt ich die Anfrage des SWR, meinen ersten „Tatort“ zu drehen. Er sollte fiktionalisiert den wahren Fall der 13-jährigen Maria H. erzählen, die mit einem 52-jährigen Mann – Bernhard L. – für mehrere Jahre auf Reisen gegangen und währenddessen von ihm sexuell missbraucht worden war. Der Fall war damals noch nicht abgeschlossen und kam erst im Mai 2019 vor Gericht.
Der Regisseur, der die 13-jährige Nastassja Kinski nackt ausstellte, spielt der Schauspielerin die Verantwortung für Zensur im Kino zu. Dass es dafür Beifall gibt von der sich sonst so empfindsam gebenden Branche: Man fasst es nicht.
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