Kaja Kallas hat den Ruf, die Dinge beim Namen zu nennen, auch wenn es politisch nicht opportun ist. Am Mittwoch, vor einem Treffen der europäischen Außenministerinnen und -minister in Irland, zeigte die EU-Außenbeauftragte wieder einmal, warum: Während der deutsche Außenminister Johann Wadephul das missglückte Sprengstoffattentat auf dem Leipziger Flughafen, für den die Bundesregierung Russland verantwortlich macht, erneut einen „hybriden Angriff“ nannte, war die Wortwahl von Kallas härter: Der versuchte Anschlag trage „alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus“, sagte sie.
