SZ 17.05.2026
01:10 Uhr

(+) Eurovision Song Contest in Wien: Ergebnis und wo landete Deutschland: alles zum ESC-Finale 2026


Wer trat auf, wer moderierte und welche neuen Regeln gibt es? Deutschland steht mal wieder ganz weit hinten im Tableau. Wissenswertes zum Eurovision Song Contest und das Ergebnis.

(+) Eurovision Song Contest in Wien: Ergebnis und wo landete Deutschland: alles zum ESC-Finale 2026
Sarah Engels geht als zweiter Act ins Finale. Ein schlechtes Omen. Jens Büttner/Jens Büttner/dpa

Der Eurovision Song Contest 2026 fand am Samstagabend in Wien statt. Wer gewonnen hat und wie viele Punkte Deutschland bekommen hat, erfahren Sie hier.

Es war ein Herzschlag-Finale zwischen Bulgarien und Israel. Dara hätte 140 Punkte vom Zuschauer-Voting benötigt, um Israel zu überholen. Noam Bettan hatte über 200 Punkte vom Publikum bekommen und war lange Zeit in Führung. Deutschland bekam nur zwölf Punkte - sogar 0 Punkte vom Publikum. Sarah Engels landete damit auf dem 23. Platz. Den ganzen Abend im Ticker finden Sie hier zum Nachlesen.

Lenas Sieg 2010 oder aber ein unbekanntes ungarisches Lied aus dem Jahr 2013: Der ESC hat viele besondere Momente hervorgebracht. Ganz persönliche Erinnerungen und Verbindungen aus der SZ-Redaktion.

Der Eurovision Song Contest 2026 fand vom 12. bis 16. Mai 2026 in Wien statt. Da im vergangenen Jahr JJ mit „Wasted Love“ für Österreich gewinnen konnte, ist das Land in diesem Jahr Ausrichter des ESC. Der Wettbewerb findet, wie auch schon 2015, in der Wiener Stadthalle statt.

Die Netanjahu-Regierung nutzt den ESC als politisches Instrument. Fünf Länder boykottieren den Wettbewerb wegen des Krieges in Gaza. Ein Ausschluss Israels aber hätte gravierende Folgen für die dortige Medienlandschaft.

35 Länder haben ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 bestätigt. Drei Länder kamen nach mehrjähriger Abstinenz zurück: Bulgarien, Moldau und Rumänien. Ein Überblick, wer im Halbfinale ausgeschieden ist.

Im ersten Halbfinale ausgeschieden

Beim ersten Halbfinale des ESC stören Rufe aus dem Publikum den israelischen Beitrag. Sonst überzeugt zwar die Musik, aber das Randprogramm eher weniger: ein Schnelldurchlauf.

Im zweiten Halbfinale ausgeschieden

Das zweite ESC-Halbfinale liefert eine glattpolierte Show und eine seltsam deplatzierte Moderation über sexuelle Orientierung. Weiter sind unter anderem starke Songs aus Dänemark, Australien, Bulgarien und Norwegen.

Sarah Engels und ihr Song „Fire“ haben das Rennen gemacht. Die ehemalige DSDS-Zweite setzte sich im Final-Finale gegen Wavvyboi und Molly Sue durch. Insgesamt standen neun Acts auf der Bühne, eine internationale Jury wählte drei Favoriten, aus denen dann das deutsche Publikum abstimmte.

Sarah Engels reist mit dem Song „Fire“ für Deutschland zum ESC. Singen kann sie. Aber gewinnen? Ein Treffen in Berlin.

Fünf Länder haben wegen der Teilnahme Israels ihren Rückzug vom ESC 2026 angekündigt: Irland, Island, die Niederlande, Spanien und Slowenien. Hintergrund sind der Gaza-Krieg und seine Folgen für die palästinensische Zivilbevölkerung.

Israel ist dabei, Spanien und andere Länder sagen deshalb demonstrativ ab: Warum die angeblich unpolitische Trash-Sause ESC nicht mehr einfach so stattfinden kann.

Hinzu kommen einige Länder, die auch in diesem Jahr nicht dabei sein werden. Ungarn und die Türkei verzichten freiwillig, weil den Ländern die Veranstaltung zu queer ist und gegen die konservativen Ansprüche der öffentlich-rechtlichen TV-Stationen und deren Regierungen spricht. Russland ist 2022 nach dem Angriffskrieg gegen die Ukraine vom ESC ausgeschlossen worden, daraufhin haben die russischen TV-Anstalten die EBU verlassen.

Die Anzahl der Televotes wird von bislang 20 Stimmen auf zehn pro Zahlart (SMS, Telefonanruf, Onlinevoting mit Kreditkarte) reduziert. In den Halbfinals werden wieder Jurys abstimmen, der ESC kehrt damit zur Abstimmung zurück, die bereits ähnlich in den Jahren 2009 bis 2022 praktiziert wurde.

Auch bei den Jurys selbst gibt es eine Änderung. Statt fünf werden künftig sieben Mitglieder über die Punktevergabe entscheiden. Mindestens zwei der Juroren müssen im Alter von 18 bis 25 Jahren sein.

Nach der offensiven Werbekampagne der israelischen Regierung für den Song „New Day Will Rise“ von Yuval beim vergangenen ESC hat die EBU reagiert und führt strengere Regeln in Bezug auf Werbung und Promotion ein.

Die 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest wird von einem Duo moderiert: Victoria Swarovski und Michael Ostrowski. Beide sind in der Unterhaltungsbranche tätig: Swarovski moderiert bei RTL die Shows „Das Supertalent“ und „Let's Dance“, die Tanzshow hat sie selbst in der Vergangenheit bereits gewonnen. Michael Ostrowski ist Schauspieler und spielte unter anderem in Filmen wie „Kokowääh 2“ oder „Die Känguru-Verschwörung“ und diversen Fernsehproduktionen mit.

Jedes teilnehmende Land vergibt für die Beiträge im Finale einen bis zwölf Punkte. Seit 2016 stimmen pro Land je eine Jury sowie die Zuschauer per Telefonvoting ab. Somit kann ein Beitrag maximal 24 Punkte aus einem Land erhalten.

Auch 2026 dürfen Zuschauer aus Ländern abstimmen, die nicht am ESC teilnehmen wie Kanada, die USA oder Brasilien. Diese Ergebnisse werden in der Kategorie „Rest der Welt“ zusammengefasst.

Der richtige Startplatz, der perfekte Songtext, Hilfe aus den Nachbarländern: Welcher Weg führt beim ESC zum Sieg? Eine Spurensuche in den Daten - mit nützlichem Wissen für den Fernsehabend.

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