SZ 09.10.2026
14:43 Uhr

(+) Friedensnobelpreis: Dies ist eine Ohrfeige für Trump und seinesgleichen


Das Komitee in Oslo ehrt die Südafrikanerin Navanethem „Navi“ Pillay. Und damit eine Frau, die für alles steht, was gerade so viele Mächtige dieser Welt mit Füßen treten.

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Die südafrikanische Juristin Navanethem ‚Navi‘ Pillay hat heute beim Nuremberg Forum in Nürnberg erfahren, dass sie mit dem Friedensnobelpreis 2026 ausgezeichnet wird.
Foto: Daniel Karmann/dpa

Des Öfteren hat die Vergabe des wichtigsten Preises für Verdienste um Frieden und Völkerverständigung Irritationen oder Kopfschütteln ausgelöst. Im vergangenen Jahr verstanden nicht alle das Signal, welches das Preiskomitee in Oslo mit dem Friedensnobelpreis für die konservative venezolanische Oppositionelle María Corina Machado aussandte. Ihre politischen Ansichten waren kontrovers; aber wichtig war den Preisverleihern, dass sie eine Anführerin der demokratischen Opposition war. Am wenigsten hat das damals Donald Trump verstanden. Er ordnete nur Wochen nach der Preisverleihung die Entführung des venezolanischen Autokraten Nicolás Maduro an, ließ aber die Diktatur unangetastet, weil er mit ihr Geschäfte machen will.

Der US-Präsident ist so unbeliebt, dass die Demokraten bei den Zwischenwahlen triumphieren könnten. Gleichzeitig versorgt der Milliardär seine Partei mit sehr viel Geld für Wahlwerbung. Können die Republikaner so das Blatt wenden?

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