|
07.09.2026
15:35 Uhr
|
Ein 15-Jähriger verübt einen Brandanschlag auf ein Café, das er nie zuvor gesehen hat. Er wurde dafür online „rekrutiert“. Ein perfides Geschäftsmodell, das Minderjährige ausnutzt. Auf welche Warnsignale Eltern achten sollten.

„Violence as a Service“ ist ein System mit mehreren Stufen. Ganz oben stehen die Auftraggeber, die meist im Hintergrund bleiben, unten die unerfahrenen Rekruten.
Collage: Levin Gruber/ Bilder: Imago
Angefangen hat alles mit einer Chatnachricht. A., 15 Jahre alt, und ein Kumpel hängen am Hafen ab, in einer Stadt irgendwo in den Niederlanden, und rauchen einen Joint. Bis hierhin kein ungewöhnlicher Nachmittag für die beiden. Dann öffnet A. Snapchat auf dem Handy. Auf der Plattform hat jemand einen fremden Account mit ihm geteilt. Einen, der einen Job ausgeschrieben hat. Im weitesten Sinne.
Für ein bisschen Ruhm unter Sadisten planen sie Amokläufe, töten Menschen oder treiben andere in den Suizid. Wie ein deutscher Jugendlicher in die Extremistenszene „COM“ abgedriftet ist und warum ihn keiner gestoppt hat.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: