SZ 04.09.2026
11:29 Uhr

(+) Historische Dokumente: Hexenverfolgung und Transgender im Mittelalter


Das Stadtarchiv in Nördlingen gilt als eines der bedeutendsten im deutschsprachigen Raum. Nun wurde es mit dem Blue-Shield-Zeichen der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten gekennzeichnet.

(+) Historische Dokumente: Hexenverfolgung und Transgender im Mittelalter
Die Urkunde von Kaiser Sigismund mit goldener Bulle: Das Stadtarchiv Nördlingen ist reich an historischen Schätzen.
Foto: Florian Fuchs

Gerade ist die Mutter verhaftet worden, da schreiben ihre Kinder ihr einen Brief, mit der Hoffnung, dass du „wieder mit Freuden und gesundem Leib zu uns kommest“. Doch Rebekka Lemp wird gefoltert, sie gesteht die absurdesten Taten, sie schmuggelt noch einen Brief aus dem Gefängnis, an ihren Mann, geschrieben angeblich mit einem Stück Fensterblei. Es nützt alles nichts, Rebekka Lemp muss sterben, verurteilt als Hexe. Ihre Korrespondenz, die Protokolle der Verhöre, das Todesurteil aus dem Jahr 1590, alles ist heute noch erhalten, die Akte gilt als eines der außergewöhnlichsten Dokumente der Hexenverfolgung in Europa.

Durch zahlreiche Funde können Archäologen die Lebensgeschichten von Augsburger Römern ziemlich exakt nachzeichnen – manchmal hilft eine Amphore mit Fischsauce. Claudius Paternus Clementianus etwa drang in den engsten Machtzirkel des römischen Reichs vor – und reiste mehr als mancher Top-Manager im Jahr 2024.

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