SZ 29.09.2026
13:31 Uhr

(+) Kanzlerdebatte: Wie Wüst die Deutschtürken umwirbt


Erstmals empfängt Erdoğan einen deutschen Ministerpräsidenten: Hendrik Wüst profiliert sich in Ankara als Außenpolitiker. Geht es da um die Nachfolge von Kanzler Merz oder die Wähler in Nordrhein-Westfalen?

(+) Kanzlerdebatte: Wie Wüst die Deutschtürken umwirbt
Recep Tayyip Erdoğan (re.) und Hendrik Wüst posieren für ein Foto. Das Gespräch im Präsidentenpalast in Ankara dauerte 50 Minuten.
Marcel Kusch/Staatskanzlei Nordr

Drei türkische Soldaten marschieren voran und tragen den Kranz. Hendrik Wüst, im dunklen Anzug, geht gemessenen Schrittes hinterher. Erst geradeaus, über einen 262 Meter langen gepflasterten Weg, den Skulpturen und beeindruckend regungslose Soldaten flankieren. Dann über einen zugigen Platz und hinein in die Ehrenhalle. Die Soldaten legen den Kranz vor dem Sarkophag nieder, Wüst zupft kurz daran herum und verbeugt sich. Solch ein Besuch des sogenannten Anıtkabir, des Mausoleums von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, ist Pflichtprogramm für Staatsgäste in Ankara. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident kam am Montag in der türkischen Hauptstadt an, an diesem Mittwoch wird er von Istanbul aus zurückfliegen.

Verliert die CDU ihren Status als Volkspartei? Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern sind auch andere Landesverbände hochnervös. Der Glaube an Kanzler Friedrich Merz wankt erheblich.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: