SZ 01.05.2026
12:52 Uhr

(+) Kino: So schlecht, dass es wehtut


Tom und Jerry waren mal die Gruppentherapeuten einer grausamen Kriegs- und Nachkriegszeit: Slapstick, so brutal und lustig wie kein anderer Cartoon. Jetzt gibt es leider einen in China produzierten Kino-Ableger.

(+) Kino: So schlecht, dass es wehtut
Die Dialoge? Steif wie die Reden vom Volkskongress. „Tom und Jerry: Der verlorene Kompass“. Splendid Film

Bevor jetzt gleich das Licht ausgeht und der neue „Tom und Jerry“-Film beginnt, erst noch ein paar Fakten aus der Alten Welt: Für Millionen Menschen waren die 1930er-Jahre ganz furchtbar. Die im Ersten Weltkrieg an Körper und Seele Verwundeten litten noch Jahre unter schlimmsten Traumata. Schon ihre Kindheit war vielfach übel und reich an Entbehrung. Als Jugendliche und Erwachsene hatte man sie später an die Front geschickt, dort blickten sie in die Kanonenrohre ihrer Feinde, schossen auch selbst, schaufelten Schützengräben, zündeten Handgranaten und wurden, wenn sie Pech hatten, durchlöchert. Ihre Familien wurden auseinandergerissen, und manches von dem, was den Überlebenden nach dem Krieg an Vermögen noch blieb, löste sich während der Weltwirtschaftskrise in Luft auf. Das Leben: ein ständiger Überlebenskampf. Und schon stand der nächste Krieg vor der Tür.

Hollywoodstars experimentieren mit Sperma und Menstruationsblut: Der Thriller „Rosebush Pruning“ erzählt von einer reichen Familie und ihren Perversionen. Ein Film, als würde man in einen kandierten Apfel beißen und auf Maden stoßen.

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