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13.03.2026
13:33 Uhr
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Der US-Präsident wollte einen schnellen Sieg gegen Iran. Aber er hat übersehen, wie entschlossen sein Feind ist – und wie sehr sein Land und die Welt noch immer nach Öl aus dem Nahen Osten gieren.

Wann immer die USA eine Ölkrise erleben, erklären sie ihre baldige Unabhängigkeit vom schwarzen Stoff. 1973 kündigte US-Präsident Richard Nixon „Project Independence“ an. Sechs Jahre später rief Präsident Jimmy Carter zum Sieg auf dem „Schlachtfeld Energie“ auf: Die USA müssten sich losmachen von ausländischem Rohöl. Weil dies nicht gelang, mahnte Präsident Barack Obama weitere gut dreißig Jahre später, die USA müssten ihr Energieproblem lösen, um nicht mehr „Opfer“ der Ölmärkte zu sein. Wie alle Abhängigen wiederholen auch die USA den immer gleichen Vorsatz: Morgen höre ich auf, ganz sicher.
Der Krieg wird unter Amerikanern immer unpopulärer, auch bei konservativen Meinungsmachern. Offenbar hatte der US-Präsident Warnungen vor iranischen Reaktionen wie der Blockade der Straße von Hormus in den Wind geschlagen.
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