SZ 31.05.2026
14:39 Uhr

(+) Kunst: Eimer Farbe ins Gesicht


James McNeill Whistler war ein malender Yankee auf Bummel durch Europa: Eine Schau in London zeigt, warum selbst Proust den Amerikaner so verehrt hat.

(+) Kunst: Eimer Farbe ins Gesicht

„Aber Sie wissen ja nicht einmal, wer Whistler ist“, herrscht der Baron de Charlus Marcel an, den Erzähler in Prousts „Suche nach der verlorenen Zeit“. Doch im Ernst jetzt, wer kennt ihn schon? Berühmt ist James McNeill Whistler wegen seines „Porträts der Mutter des Künstlers“, ein großes Missverständnis, das am meisten den Künstler ärgerte. Für ihn war das sein „Arrangement in Grau und Schwarz Nr. 1“. Anna Whistler sitzt in Witwentracht im rechten Winkel zum Betrachter vor einer fast kahlen Wand, an der eine seiner Radierungen von der Themse hängt.

Ich-Besessenheit und kleine Kackhaufen? In einer Londoner Retrospektive zeigt sich Tracey Emin ihren vielen Kritikern als Schmerzensmutter der Gegenwartskunst.

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