SZ 14.05.2026
11:55 Uhr

(+) Leute: Marco Rubio reist im Maduro-Trainingsanzug nach China


Der US-Außenminister verspottet den gestürzten venezolanischen Präsidenten an Bord der Air Force One. Die US-Regierung teilt das Foto bereitwillig auf allen Kanälen. Diese und weitere Leute-Meldungen des Tages.

(+) Leute: Marco Rubio reist im Maduro-Trainingsanzug nach China
Marco Rubio trug auf der Reise nach China den gleichen Trainingsanzug, den Nicolás Maduro bei seiner Festnahme getragen hatte. White House via X / Handout/Imago/Anadolu Agency

Marco Rubio, 54, US-Außenminister, erregt Aufmerksamkeit mit einem grauen Trainingsanzug. Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, teilte auf X ein Foto von Rubio in dem Zweiteiler und schrieb dazu: „Minister Rubio rockt den Nike-Trainingsanzug ‚Venezuela‘ in der Air Force One.“ Den Eintrag garnierte er mit einem Lachtränen-Smiley. Das Foto, das an Bord der Regierungsmaschine auf dem Weg nach China entstand, ist als Spott gegen den früheren venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu verstehen. Die USA hatten ihn im Januar gestürzt und nach New York gebracht, bei seiner nächtlichen Gefangennahme hatte er ebenjenen Sportanzug getragen.

Das Bild des verhafteten Machthabers war damals viral gegangen, auch das Foto von Rubio wurde bereits millionenfach aufgerufen. Abgesehen von dem Kleidungsstück unterscheiden sich die beiden Aufnahmen fundamental: Während Maduro eine Schlafmaske und Kopfhörer trägt und seine Hände mit Handschellen gesichert sind, stecken Rubios Hände lässig in den Taschen. Der X-Account des Weißen Hauses zeigte einen Zusammenschnitt der beiden Fotos und kommentierte sie mit den Worten „Full circle moment“, frei übersetzt: „der Moment, in dem sich der Kreis schließt“.

Hayden Panettiere, 36, Schauspielerin, hat in ihrer Kindheit Mutterliebe vermisst. Im Podcast „On Purpose with Jay Shetty“ sagte die US-Amerikanerin, die im Alter von acht Monaten zum ersten Mal in einem Film mitgewirkt hatte, in der Beziehung zu ihrer Mutter Lesley Vogel habe sich „alles nur noch ums Geschäft“ gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Familienleben seien immer weiter aufgeweicht. „Ich wurde zur Vertrauten, zur Assistentin, zur Therapeutin, zur Schulter zum Ausweinen und zu allem anderen – nur nicht zu ihrem Kind.“ Als sie 19 Jahre alt gewesen sei, habe sie die Zusammenarbeit mit ihrer Mutter beendet und ihr gesagt: „Ich möchte einfach nur, dass du meine Mutter bist.“ Diese habe eiskalt reagiert: „Du schuldest mir etwas.“ Dann sei sie einfach gegangen. Lesley Vogel erwiderte die Vorwürfe in der Daily Mail: „Nach 20 Jahren voller Traumata, Chaos, Sucht und Anschuldigungen sah ich keinen anderen Ausweg, als den Kontakt abzubrechen.“ Jeder habe das Recht, seinen eigenen Weg im Leben zu wählen.

Mette Frederiksen, 48, geschäftsführende Ministerpräsidentin von Dänemark, hat sich mit einer gewagten Pointe Ärger eingehandelt. Bei einer Konferenz in Kopenhagen hatte die sozialdemokratische Politikerin laut der Nachrichtenagentur Ritzau gesagt: „Wäre ich nicht geschäftsführende Regierungschefin und hätte heute kleine Kinder, wäre mir lieber, dass sie rauchen, als ihnen zu erlauben, allein in den sozialen Medien unterwegs zu sein.“ Mehrere Experten für Tabakprävention hatten die Aussage kritisiert. Frederiksen entschuldigte sich daraufhin: „Natürlich sollten Kinder und Jugendliche nicht mit dem Rauchen anfangen“, schrieb sie auf Facebook. „Deshalb hätte ich etwas anderes sagen sollen, um meine Pointe zu unterstreichen.“ Sie habe damit nur verdeutlichen wollen, „wie gefährdet unsere Kinder vor dem Bildschirm sind“. Frederiksens Regierung hatte Ende 2025 angekündigt, die Nutzung sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren stark einzuschränken.

Julian Lennon, 63, Musiker, bricht die medizinische Schweigepflicht in eigener Sache. Bei ihm seien eine koronare Herzkrankheit sowie Prädiabetes festgestellt worden, schrieb der Brite auf Instagram. Die Krankheiten seien früh genug entdeckt worden, sodass ein Teil des Schadens rückgängig gemacht werden könne. „Ich werde hoffentlich ein gesundes, langes Leben führen können.“ Der Sohn von Ex-Beatle John Lennon rief dazu auf, sich regelmäßig durchchecken zu lassen, denn „man weiß nie, welche versteckten Gesundheitsprobleme man haben könnte, selbst wenn man Sport treibt und sich so ‚gut/gesund‘ wie möglich ernährt“. Sein Appell: „Im Keim ersticken! Wie man so schön sagt …“

Nino de Angelo, 62, mittelprächtiger ESC-Teilnehmer von 1989 (Platz 14 von 22), findet den diesjährigen deutschen Song „einfach nicht gut genug“. Wenige Tage vor dem Finale am Samstag in Wien sagte er der Deutschen Presse-Agentur: „Trotz einer wunderbaren Sarah Engels in einem atemberaubenden Kleid denke ich, dass Deutschland wieder auf den hinteren Plätzen landen wird.“ De Angelo war bei dem Wettbewerb 1989 mit seinem Song „Flieger“ im Mittelfeld gelandet, in den zurückliegenden zehn Jahren gab es für Deutschland oft letzte oder vorletzte Plätze.

Der SZ-Korrespondent in London ist einer von 8000 Gästen auf einer Gartenparty im Buckingham-Palast. Na dann mal hübsch eingereiht in die Schlange vor dem Häppchen-Buffet. Aber wo bleibt der König? Szenen eines mitunter etwas surrealen Nachmittages.

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