SZ 13.09.2026
09:58 Uhr

(+) Literatur: Auch Wünsche sind erblich


Helene Bracht erzählt in „Irma tanzt“ von dem Moment, in dem sie spürt, dass sie die Pläne ihrer Mutter und Großmutter erfüllt. Wie kann jemand so präzise und offen schreiben? Ein Besuch.

(+) Literatur: Auch Wünsche sind erblich
Als ihr erstes Buch „Das Lieben danach“ unter dem Pseudonym Helene Bracht erschien, war die Autorin schon siebzig Jahre alt.
Lena Giovanazzi/laif

Es gab diesen Moment, sagt Helene Bracht, als ihr klar wurde: Jetzt erzähle ich ja auch von meiner Mutter. Wie so viele Autorinnen vor ihr, von Simone de Beauvoir in „Ein sanfter Tod“ über Annie Ernaux in „Eine Frau“ bis, sagen wir, Lukas Bärfuss in „Königin der Nacht“. „Da will offenbar etwas geschrieben werden, mal sehen, was daraus wird“, habe sie gedacht und weitergemacht.

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