SZ 04.10.2026
20:40 Uhr

(+) Merz in Kiew: „Diese barbarischen Angriffe müssen aufhören“


Bei einem Überraschungsbesuch in Kiew fordert der Bundeskanzler Russlands Präsidenten zum Kurswechsel auf. In Berlin setzt sich derweil der Koalitionsstreit über die Reformvorhaben unvermindert fort. Von Kiew aus appelliert der Kanzler an den Zusammenhalt seiner Koalition.

(+) Merz in Kiew: „Diese barbarischen Angriffe müssen aufhören“
„Wir sind bereit, miteinander zu sprechen über das Ende dieses Krieges“: Bundeskanzler Friedrich Merz mit Wolodimir Selenskij beim Gedenken für die Gefallenen auf dem Maidan-Platz in Kiew.
Kay Nietfeld/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Ende der Angriffe auf Zivilisten und zu Verhandlungen aufgerufen. „Herr Putin, hören Sie diesen sinnlosen Krieg auf. Wir sind bereit zu Gesprächen“, sagte Merz am Sonntag bei der Besichtigung eines weitgehend zerstörten historischen Gebäudes der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew. Dort war am Montag eine russische Jetdrohne eingeschlagen, zwei Menschen kamen ums Leben. „Wir sind bereit, miteinander zu sprechen über das Ende dieses Krieges. Aber diese barbarischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung müssen aufhören“, sagte Merz, der am Sonntag überraschend in die ukrainische Hauptstadt gereist war. Das seien „tägliche Kriegsverbrechen, die hier verübt werden“.

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