Der Biologe, Zoodirektor, Fernsehjournalist und weltberühmte Bestsellerautor Desmond Morris war eigentlich Maler. 1950, da hatte er gerade seine Zeit in der britischen Armee hinter sich, stellte er in London zusammen mit dem spanischen Surrealisten Joan Miró aus. Mit Surrealismus und seien es noch so absurde Formationen und Konstellationen, ließ sich in der Nachkriegszeit nicht furchtbar viel Geld verdienen, Morris studierte also ordentlich, promovierte mit einer Arbeit über das Fortpflanzungsverhalten der Stichlinge und ging zum Fernsehen, wo er für Bildung sorgte. Er machte das Publikum mit dem vertraut, was noch nicht Verhaltensforschung und Körpersprache hieß, und wurde dafür bekannt, dass er gern zusammen mit Schimpansen auftrat. Einem davon, ganz auf der Höhe der zeitgenössischen Entkolonialisierung Congo genannt, brachte er das Malen bei, jedenfalls in einer semiprofessionellen Form, die sich präsentieren und verkaufen ließ. Auch Pablo Picasso wollte unbedingt ein Congo-Werk besitzen.
