SZ 15.04.2026
16:16 Uhr

(+) Nahverkehr: Wieder Gerangel ums Deutschlandticket


Während die Regierung das Tanken billiger machen will, verkündet der Verkehrsminister, er sehe „mehr Potenzial“ beim Deutschlandticket. Die Branche ist sauer – und spricht von einem „Ablenkungsmanöver“.

(+) Nahverkehr: Wieder Gerangel ums Deutschlandticket
Seit ziemlich genau zwei Jahren gibt es nun das Deutschlandticket. Julian Stratenschulte/dpa

Man könnte meinen, es sei für alle eine gute Nachricht: Nachdem bereits vor Monaten der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) freudig verkündet hat, dass trotz der Preiserhöhung beim Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro die meisten Nutzer dem Fahrschein treu bleiben, kommt nun auch eine Studie im Auftrag des Verkehrsministeriums zu einem ähnlichen Ergebnis. „Das Deutschlandticket wirkt“, verkündete Minister Patrick Schnieder (CDU). Und mehr noch: Es bestehe „weiteres Potenzial, zusätzliche Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen“ – wenn man neben der Verlässlichkeit nur ein „attraktives Preisniveau“ und ein „gutes Angebot“ garantiere. Die Rede ist von einem möglichen Plus von 5,8 Millionen Abonnenten. Wichtig sei dafür außerdem die Reaktivierung früherer Kunden sowie ein konsequentes Marketing.

Seit genau einem halben Jahr steht die Südtirolerin nun an der Spitze der Deutschen Bahn – und verkündet eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Wie sie den Konzern dennoch verändert und warum davon bislang so wenig zu sehen ist.

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