|
03.05.2026
12:58 Uhr
|
Schwer vorstellbar, dass sich Amerikaner länger mit einem Wal vor ihrer Küste beschäftigen würden. In Deutschland dagegen wird das Ganze zum nationalen Schicksalsthema. Warum?

Wenn ich mich entscheiden müsste, in welchem Land ich mich im Augenblick lieber aufhalte, würde ich die USA weiterhin der Bundesrepublik vorziehen. Allein schon wegen der vielen Momente des leuchtenden Pragmatismus, die es hier gibt – selbst wenn sich manche von ihnen als Gaukeleien erweisen. Am oberen Rand der Plastiktüten mit den kleinen Gurken, die ich für die Brotdosen meiner Kinder kaufe, steht verheißungsvoll: Tear Off! Wenn man aber die scheinperforierte Pseudolasche aufreißen will, stößt man auf synthetischen Widerstand, und vielleicht ist das Wort Tear auch anders, emotionaler, merzhafter gemeint.
Es ist gerade leicht, Amerika zu hassen. Wer dieses Land trotzdem lieben will, muss mal quer durchfahren, heißt es: auf der Route 66 von Chicago nach L.A. Na dann. Ein Roadtrip zum 100. Geburtstag dieser Straße aller Straßen.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: