SZ 29.03.2026
14:35 Uhr

(+) Osterfestspiele Salzburg: Klangrausch gegen den Untergang


Besser geht’s nicht: Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker bescheren in Salzburg mit dem „Rheingold“ reines Wagner-Glück.

(+) Osterfestspiele Salzburg: Klangrausch gegen den Untergang
Grüblerischer Gott in einer archaischen Welt: Christian Gerhaher als Wotan. Frol Podlesnyi

Es ist grundsätzlich eine etwas fragwürdige Behauptung, man habe so wie gerade eben ein sattsam bekanntes Stück Musik noch nie gehört. Hier jedoch trifft eine solche Aussage zu. Vollkommen. Die Osterfestspiele Salzburg eröffnen mit Richard Wagners „Rheingold“, mit dem Auftakt zum „Ring des Nibelungen“ also. Während bei den Salzburger Festspielen nach dem Aus des Intendanten Markus Hinterhäuser Unruhe herrscht, konzentriert man sich bei den Osterfestspielen ganz auf das musikalische Erlebnis. Und das ist unfassbar großartig. Um dieses möglich zu machen, holte Nikolaus Bachler, der Intendant der Osterfestspiele, die Berliner Philharmoniker zurück nach Salzburg. Mit diesem Orchester (und dem „Ring“) hatte Herbert von Karajan 1967 die Osterfestspiele ins Leben gerufen. Jetzt bescheren die Philharmoniker größtes Glück. Weil Kirill Petrenko deren Chefdirigent ist und auch die Aufführung des „Rheingolds“ leitet.

Aus Moskau verbannt, in Berlin auferstanden: „Nurejew“ von Kirill Serebrennikov und Yuri Possokhov ist das Ballett-Ereignis der Saison.

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