SZ 31.05.2026
14:49 Uhr

(+) Politik: „Was ich nicht ahnte: dass Trump bloßer Reichtum nicht genug sein würde“


Francis Fukuyama, Erfinder des berühmten „Endes der Geschichte“, über den Verfall des US-Präsidenten, Russlands Schwäche, falsche Prognosen und die Frage, ob Menschen aus der Geschichte lernen können.

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Politologe Francis Fukuyama: „Mein Problem ist eher: Social Media. Wann immer ich irgendwas poste – etwa ein Bild von meinen Enkeln –, kommt ein Witzbold, der sich für originell hält, wenn er drunterschreibt: ‚Ich dachte, wir seien am Ende des Großelternwesens angekommen.‘“ Leonardo Cendamo/Getty Images

Francis Fukuyama gehört zu den bekanntesten Politologen der Geschichte – ausschließlich glücklich ist er über diesen Ruhm aber nicht. 1989 formulierte er in einer Vorlesung den Gedanken vom „Ende der Geschichte“, den er im 1992 veröffentlichten gleichnamigen Buch weiter ausführte. Ein eingängiger Slogan, der dem 1952 geborenen und heute in Stanford lehrenden Fukuyama seither in Reden und Essays immer wieder lustvoll um die Ohren gehauen wird: nach dem US-Rückzug aus Afghanistan, nach Putins Überfall auf die Ukraine ...

Es lässt sich kaum beschreiben, wie primitiv Trumps Herangehensweise ist und wie viel Freude sie den Feinden der USA bereitet: Nach seinem Selbstmord als Supermacht wird Amerika seinen Status nur schwer zurückerlangen.

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