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06.05.2026
15:18 Uhr
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Eine junge Erzieherin muss lebenslang in Haft, weil sie eine 15-jährige Schülerin aus einer Wohngruppe getötet hat. Das Gericht spricht von einer „Strategie des Lügens und Manipulierens“.

Michelle W. wird in Handschellen in den Verhandlungssal im Landgericht Göttingen geführt. Sie hatte eingeräumt, die 15-jährige Maya getötet zu haben, um an deren Handy zu kommen. Stefan Rampfel/dpa
Zum Schluss fließen bei Michelle W. doch die Tränen: 18 Verhandlungstage lang hatte die 24-Jährige mit den ebenmäßigen Gesichtszügen reglos die Beweisaufnahme verfolgt. Manchmal flüsterte sie mit ihren Verteidigern. Doch das, was ihr der Richter Tobias Jakubetz am Ende eines viereinhalb Monate währenden Prozesses in schonungsloser Deutlichkeit mitteilt, lässt sie zusammenbrechen: „Frau W., Sie sind eine Mörderin“, sagt der Vorsitzende der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts Göttingen.
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