SZ 08.04.2026
15:41 Uhr

(+) Salzburger Festspiele: Österreich? 12 points


Erst wollte Markus Hinterhäuser zum Ärger des Kuratoriums Karin Bergmann zur Schauspielchefin der Salzburger Festspiele machen. Das Kuratorium warf Hinterhäuser raus. Und macht jetzt Karin Bergmann zur Intendantin.  Was soll das sein? Ein Schwank?

(+) Salzburger Festspiele: Österreich? 12 points

Die Salzburger Festspiele haben eine neue künstlerische Leitung: Am 7. April teilte das Kuratorium der Festspiele mit, es habe „einstimmig beschlossen, Karin Bergmann ab sofort zur Interimsintendantin zu bestellen“. Die nüchterne Mitteilung wirkt erst einmal wie ein Schwank, den sich nicht einmal Johann Nestroy ausgedacht haben könnte. Zur Erinnerung: Am 26. März teilte eben jenes Kuratorium, bestehend aus Vertretern der Politik und des Tourismus, mit, man trenne sich „in gegenseitigem Einvernehmen“ und mit sofortiger Wirkung vom Intendanten Markus Hinterhäuser. Die Gründe dafür blieben weitgehend im Dunklen, offenbar hatte sich Hinterhäuser wiederholt nicht im Einklang mit der in seinem Vertrag aufscheinenden, sogenannten Wohlverhaltensklausel verhalten. Außer anonymen Vorwürfen gegenüber seinem Verhalten war ein Punkt halbwegs greifbar: Das Kuratorium schien brüskiert, dass Hinterhäuser am Kuratorium vorbei eine neue Schauspielleiterin installieren wollte, was sein gutes Recht gewesen sei, wie das Kuratorium später zugab.

Warum musste Markus Hinterhäuser seinen Posten als Intendant des wichtigsten Klassikfestivals der Welt räumen? Und was hat das mit der sogenannten „Wohlverhaltensklausel“ in seinem Vertrag zu tun? Eine Spurensuche in Salzburg.

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