SZ 31.05.2026
22:14 Uhr

(+) Sanierung der Infrastruktur: Von 37 Milliarden Euro wurden nur 24 ausgegeben


500 Milliarden Euro will sich der Bund leihen, um damit Brücken und Schienen wieder in Schuss zu bringen. Eine erste Bilanz der Regierung zeigt: Das Programm kommt nur schleppend in Fahrt.

(+) Sanierung der Infrastruktur: Von 37 Milliarden Euro wurden nur 24 ausgegeben
Eine Erfolgsquote von 54 Prozent: Brückensanierung in Leipzig. Hendrik Schmidt/dpa

Sie rollen, die Bagger, aber noch rollen sie mit angezogener Handbremse. So muss man diesen ersten, 380 Seiten umfassenden Rechenschaftsbericht wohl lesen, den das Bundesfinanzministerium an diesem Montag mit Blick auf das viel kritisierte Sonderprogramm zur Sanierung der Infrastruktur vorlegen will. 500 Milliarden Euro sollen bis zum Jahr 2036 in den Ausbau und die Modernisierung von Schienenwegen, Brücken, Schulen, Krankenhäusern und Digitalnetzen investiert werden, das Geld dafür will sich die Regierung am Kapitalmarkt leihen. Im ersten Berichtsjahr 2025, das wegen des Regierungswechsels und fehlender rechtlicher Vorgaben de facto nur wenige Monate lang war, sei Bund und Ländern allerdings nur „eine teilweise Zielerreichung“ geglückt, heißt es in dem Bericht, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

Die Wirtschaftsweisen halbieren ihre Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent. Dabei habe Deutschland die Grundlagen, um auf dem Weltmarkt wieder vorn mitzuspielen.

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