SZ 12.10.2026
14:57 Uhr

(+) Spionage: Verfassungsschutz-Chef nennt BND-Affäre „ärgerliche Situation“


Aus dem BND flossen wohl jahrelang sensibelste Daten ab. Doch die Affäre könnte auch dem Inlandsgeheimdienst schaden. Dessen Präsident versucht, gegen das Misstrauen – auch aus dem Ausland – anzukommen.

(+) Spionage: Verfassungsschutz-Chef nennt BND-Affäre „ärgerliche Situation“
Bei einem Symposium in Berlin sprachen Sinan Selen (li.), Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (re., CSU) auch abseits der Bühne.
Foto: Carsten Koall/dpa

Dass der Inlandsgeheimdienst einlädt, um nicht in abhörsicheren Räumen, sondern ganz öffentlich über die Gefahrenlage für das Land zu sprechen, passiert nicht oft. Am Montag aber öffnet das Bundesamt für Verfassungsschutz mal wieder die Türen. Mitten im Regierungsviertel empfängt Präsident Sinan Selen Politiker, Sicherheitsexperten, Minister und Staatssekretäre zu einem jährlichen Symposium. Der Titel des Programms klingt selbstbewusst: „Bedrohungsabwehr zwischen fremden Mächten, Terrorismus und Extremismus“.

Dass die Bundesrepublik von Spionen unterwandert wird, ist gefährlich. Noch bedrohlicher ist es, wenn die mutmaßlichen Verräter ganz oben in der Geheimdienstzentrale sitzen. Wie der Fall Hanning die Sicherheit eines ganzen Landes erschüttert.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: