SZ 31.08.2026
08:29 Uhr

(+) Tennis bei den US Open: Djokovic übergibt sich und scheitert früh


Der Serbe erlebt zum Start der US Open gleich ein Drama: Djokovic kämpft mit schweren körperlichen Problemen – und scheidet so früh wie nie zuvor aus.

(+) Tennis bei den US Open: Djokovic übergibt sich und scheitert früh

Tennisprofi Novak Djokovic hat sich in seinem Auftaktspiel bei den US Open mehrfach auf dem Platz übergeben und ist trotz eines großen Kampfs ausgeschieden. Der Grand-Slam-Rekordsieger verlor in einem dramatischen Spiel mit 6:7 (5:7), 7:5, 6:4, 2:6, 1:6 gegen den argentinischen Außenseiter Mariano Navone. Gegen Ende des 4:36 Stunden langen Matches stand Djokovic zeitweise mit Tränen in den Augen auf dem Platz im Arthur Ashe Stadion.

„Ich habe jeden Moment auf dem Platz gehasst“, sagte Djokovic vor der Umkleidekabine im Stadion: „Es war offensichtlich, dass es für mich ein furchtbares Gefühl war.“ Dabei offenbarte er tiefergreifende körperliche Probleme. „Es ist etwas, das mich leider in fast jedem Spiel dieses Jahr begleitet“, berichtete der Serbe: „Erbrechen, Übelkeit, ein wirklich ernstes Problem. Dann fängt mein ganzer Körper an, zusammenzubrechen, Krämpfe und Schmerzen. Mein Rücken hat einfach aufgegeben, am Ende auch die Schulter, und ich konnte es nicht mehr zu Ende bringen.“ Schon beim Vorbereitungsturnier in Cincinnati hatte Djokovic in der ersten Runde mit diesen Beschwerden verloren.

Für den 39 Jahre alten Serben war es in seinem 20. Auftritt beim Grand-Slam-Turnier in New York das erste Erstrunden-Aus. Dabei ging es Djokovic sichtlich schlecht. Von Beginn an wirkte er bei zunächst 25 Grad und schwülen Bedingungen gezeichnet, stütze nach langen Punkten immer wieder die Hände auf die Knie, atmete schwer. Alleine im dritten Satz ging er mehrere Male an den Rand des Platzes und übergab sich.

Damit bleibt der Traum von 25. Grand-Slam-Titel für Djokovic weiter unerfüllt – und die Chancen werden im fortgeschrittenen Sportleralter immer geringer. Vor drei Jahren hatte der erfolgreichste männliche Tennisprofi der Geschichte seinen bislang letzten Triumph bei einem der vier größten Turniere gefeiert.

Djokovic lag im ersten Satz schnell mit 3:0 vorne, dann folgte jedoch der Leistungseinbruch. Navone übernahm die Initiative, dominiert die langen Ballwechsel. Nach 73 Minuten verlor Djokovic den ersten Satz im Tie-Break. Auf dem Weg Richtung Netz streifte sich der viermalige US-Open-Sieger die Schweißbänder von den Handgelenken, so dass mancher Beobachter schon mit einer Aufgabe rechnete.

Doch Djokovic kämpfte weiter, glich zum 1:1 aus. Im dritten Durchgang musste er sich übergeben, holte sich den Satz aber kurz nachdem er wieder einmal zu einem Behälter am Rande des Platzes gegangen war. Auf der Tribüne verfolgte Ehefrau Jelena mit besorgtem Gesicht die Partie, seine Kinder Stefan und Tara jubelten bei Punktgewinnen. Nach dem mehrfachen Übergeben kamen bei Djokovic muskuläre Beschwerden hinzu. Tabletten, Spray, Pulver, eine medizinische Auszeit zur Behandlung am Rücken – der Serbe versuchte alles. Doch vergeblich: Im fünften Satz war die Gegenwehr gebrochen, Djokovic musste sich geschlagen geben.

Die Doku „Wolf im Winter“ versucht, das Tennis-Ausnahmetalent aus Belgrad zu erklären – und macht dessen Erfolg auch an seinem angeblich typisch serbischen eisernen Willen fest.

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