SZ 27.09.2026
15:48 Uhr

(+) Wohnkrise als Demokratiegefahr: Bezahlbar wohnen statt AfD belohnen


Rolf Heinze und Sebastian Kurtenbach halten eine stärkere Steuerung des Wohnungsmarkts für essenziell, damit die Demokratie in Deutschland stabil bleibt. Dafür müssten auch bewährte Modelle reaktiviert werden.

(+) Wohnkrise als Demokratiegefahr: Bezahlbar wohnen statt AfD belohnen
Die Leute wollen in den Städten wohnen, und da müssten auch noch mehr Wohnungen entstehen, so wie hier in Hannover.
Julian Stratenschulte/dpa

Der Populismus ist in Deutschland auf einem neuen Höhenflug und nicht wenige Menschen fragen sich, warum so viele Bürgerinnen und Bürger eine so destruktive und demokratiegefährdende Partei wie die AfD wählen. Der Soziologe Rolf Heinze, wissenschaftlicher Direktor des Institutes für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung an der Ruhr-Universität Bochum, und der Politologe Sebastian Kurtenbach argumentieren in ihrem gemeinsamen Buch überzeugend, dass die großen Probleme des Wohnungsmarkts einen entscheidenden Anteil daran haben („Die Wohnungskrise. Wie sie Demokratie und Zusammenhalt bedroht“). Zusätzliche Brisanz erhält das Buch nach dem Sieg der Linken in Berlin, die ebenfalls recht populistisch die Vergesellschaftung Hunderttausender Wohnungen versprechen.

Nirgends müssen die Menschen mehr fürs Wohnen bezahlen. Wie kommt es dazu? Eine Ursachenforschung.

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