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11.05.2026
13:21 Uhr
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Die Eisenbahner vor Ort wurden mit tonnenschweren, von „Betonkrebs“ zerfressenen Schwellen allein gelassen, es fehlte am Nötigsten. Was das bedeutet, hat die Eisenbahngesellschaft erläutert - hinter verschlossenen Türen.

Bei dem Unglück in Garmisch-Partenkirchen starben fünf Menschen. Der Prozess offenbarte ein massives Systemversagen bei der Deutschen Bahn. Foto: Uwe Lein/dpa
Fast 300 Kilo wiegt eine Betonschwelle, die Gleise und Weichen zusammenhält. Bei zehn Schwellen sind das zusammen knapp drei Tonnen. So viele Schwellen von Hand auszutauschen, sei Eisenbahnern „kräftemäßig kaum zumutbar“, schreibt das Landgericht München II in einem 105-seitigen Urteil. Doch das wäre am Ende die einzige Chance gewesen, das schlimme Zugunglück am 3. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten und vielen verletzten Fahrgästen zu verhindern.
Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen den damaligen Verantwortlichen für die Bahnanlagen, beim mitangeklagten Fahrdienstleiter sieht sie ein „Augenblicksversagen“. Die Verteidigung beruft sich auf die entlastende Gutachter-Aussage.
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