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03.09.2026
14:58 Uhr
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Sesshaftigkeit war nicht ihr Ding, aber wenn sie sich an einem Thema festgebissen hatte, ließ sie nicht mehr los: Nachruf auf die berühmteste amerikanische Feministin Gloria Steinem.

Als Feministin war Gloria Steinem eine Spätentwicklerin, als Revolutionärin nicht. Sie kam auch als ganz junge Frau schon auf Ideen, bei denen anderen die Spucke wegblieb. Wie damals in den Fünfzigerjahren, als sie nach Indien ging, und zwar allein. Eine Amerikanerin, die im Dritter-Klasse-Waggon eines Zuges von der Südspitze nach Kalkutta reiste: Das ist wahrscheinlich eine gute Methode, die Angst vor unkonventionellen Entscheidungen abzulegen.
In ihrem neuen Film „Vaterland“ spielt Sandra Hüller Erika Mann, die mit ihrem Vater Thomas durch Nachkriegsdeutschland reist. Ein Gespräch über das Hadern mit der Heimat und den Trost der Kunst.
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