SZ 11.09.2026
19:18 Uhr

(+) Gedenken an 9/11: Amerika tut sich schwer, gemeinsam zu trauern


Die politische Spaltung und der von einigen angefachte Hass auf Muslime überlagern die Gedenkfeier der Anschläge des 11. September. Präsident Trump bleibt New York fern. Dagegen zeigt der Bürgermeister eine Geste der Versöhnung.

(+) Gedenken an 9/11: Amerika tut sich schwer, gemeinsam zu trauern
Matt Dunleavy steht mit seiner Tochter Ellie an der Gedenkstätte der Anschläge des 11. September 2001 am sogenannten Ground Zero in New York.
Jeenah Moon/Pool Reuters via AP

Der Morgen des 11. September war in New York diesmal nicht so aufreizend sonnig wie vor 25 Jahren. Damals hatte die kristallklare Kulisse den Eindruck des komplett unwirklichen Horrors noch verstärkt, als die beiden Flugzeuge in die gläsernen Türme des World Trade Centers rauschten, ehe alles in sich zusammenstürzte. Es sah aus, als habe sich die Apokalypse den schönsten Septembertag ausgesucht. Diesmal, ein Vierteljahrhundert später, hing am Morgen eine graue Wolkendecke über dem Tatort, den man Ground Zero nennt. Das wirkte deutlich angemessener für diesen Tag der Trauer, der Tränen und der kollektiven Traumata.

Der Anschlag auf das World Trade Center ist 25 Jahre her, aber Diane und Kurt Horning konnten ihren Sohn nie begraben. Sie haben nur ein paar Dinge von ihm, die man auf der Müllhalde fand, auf der das Geröll damals abgeladen wurde. Und jetzt: Gras drüber?

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