|
29.04.2026
10:40 Uhr
|
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ruft zur Vorsicht auf. Das seit dem 1. März im Wald geltende Rauchverbot sei unbedingt einzuhalten. Jeder kleine Funke könnte einen folgenschweren Waldbrand auslösen.

Besonders hoch sei die Waldbrandgefahr derzeit „in lichten Kiefern- und Fichtenwäldern, an sonnigen Südhängen sowie in stark frequentierten Ausflugsgebieten“. Foto: Daniel Karmann/dpa
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) warnt angesichts anhaltender Trockenheit vor hoher Waldbrandgefahr in Bayern. „Jede Unachtsamkeit, jede achtlos weggeworfene Zigarette und jeder kleine Funke können aktuell einen folgenschweren Waldbrand auslösen“, sagte sie.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gilt in weiten Teilen Bayerns bereits die zweithöchste Warnstufe vier von fünf. Für einzelne Regionen wird am Donnerstag sogar die höchste Gefahrenstufe erreicht, wie Kanibers Ministerium mitteilte. Kaniber rief zur Vorsicht auf und dazu, das seit dem 1. März im Wald geltende Rauchverbot unbedingt einzuhalten.
Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.
Besonders hoch sei die Waldbrandgefahr derzeit „in lichten Kiefern- und Fichtenwäldern, an sonnigen Südhängen sowie in stark frequentierten Ausflugsgebieten“. Auch heiße Katalysatoren von Fahrzeugen könnten zum Risiko werden. „Schon aus eigenem Interesse sollte man sein Auto oder Motorrad daher keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund abstellen“, teilte das Ministerium mit. Die Lage werde sich erst dann entspannen, wenn es wieder regne.
Doch Regen gab es in den vergangenen Wochen wenig. Laut DWD war der April einer vorläufigen Auswertung zufolge deutschlandweit, aber gerade in Bayern „außergewöhnlich trocken“: Er zählt demnach zu den vier trockensten April-Monaten seit Messbeginn. Die gefallenen 15 Liter Regen pro Quadratmeter liegen demnach deutlich unter dem Soll von 70 Litern pro Quadratmeter.
Das wird auch noch dauern. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in den nächsten Tagen durchgehend Sonnenschein: am Mittwoch zunächst noch recht windig und frischer, am Donnerstag frühlingshaft mild mit 16 bis 20 Grad in der Nordhälfte Bayerns. In der Südhälfte des Freistaats wird es am Donnerstag laut DWD zwar ebenso sonnig, aber weiterhin kühler und windiger sein – mit Höchstwerten zwischen 14 und 18 Grad.
Doch der Freitag, 1. Mai, soll dann bayernweit beste Bedingungen sowohl für Wanderer, Spaziergänger und Biergartenbesucher als auch für die Teilnehmer der Gewerkschaftskundgebungen bringen: einen wolkenlosen Himmel und hohe Temperaturen bis zu 25 Grad in Franken und bis zu 22 Grad im Süden. Die Nächte allerdings bleiben weiterhin kühl bis kalt, und sogar Bodenfrost ist weiterhin möglich.
Ministerpräsident Söder und sein Kabinett vollziehen in der Klimapolitik die Rolle rückwärts. Die Abkehr vom Ziel der CO₂-Neutralität bis 2040 wird mit „Ehrlichkeit“ begründet. Die Kritik kommt prompt.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: