SZ 05.10.2026
15:08 Uhr

Galeria-Insolvenz: Leere Versprechungen und ein überholtes Geschäftsmodell


Die Lehren aus der Galeria-Insolvenz sind schmerzlich – nicht zuletzt für deutsche Innenstädte. Denn auch dort fehlt es an Ideen und Strategien.

Galeria-Insolvenz: Leere Versprechungen und ein überholtes Geschäftsmodell
83 Filialen der Warenhauskette Galeria gibt es noch in Deutschland.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Menschen, die von ihrem eigenen Versagen ablenken wollen, treten gerne die Flucht nach vorne an und machen andere für ihre Fehler verantwortlich. Wie Bernd Beetz, Miteigentümer der Warenhauskette Galeria. Die ist zum vierten Mal binnen sechs Jahren pleite; zwei Jahre nachdem Beetz, 76, und sein US-Partner Richard Baker sie übernommen haben. Schuld daran sei das Galeria-Management, schimpfte Beetz nun in der Bild, der neuerliche Insolvenzantrag wäre vermeidbar gewesen, hätte man sich doch nur „konsequent an Kunden orientiert“, selbige „gut beraten“ und ein „überzeugendes Einkaufserlebnis“ geschaffen. Was die Frage aufwirft: Wenn das Management bei Galeria offenbar nichts taugt, warum haben es die Eigentümer nicht längst ausgetauscht?

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