SZ 01.06.2026
17:01 Uhr

Kolumne „Eigener Herd“: Wie Radieschen plötzlich mild und nussig schmecken


Jetzt zur Biergartensaison sind sie vor allem als Vitamin-Beilage zu Brezen und Bier beliebt. Dabei haben Radieschen viel mehr Potenzial. Man kann sie auch in Honig marinieren und schmoren.

Kolumne „Eigener Herd“: Wie Radieschen plötzlich mild und nussig schmecken
Angebraten oder geschmort sind die knackigen Knollen bekömmlicher als roh. Titus Arnu

Ambitionierte Hobbyköche neigen dazu, ihre Gäste mit einer komplexen Leistungsschau zu beeindrucken. Sie fermentieren, ziselieren, pochieren, montieren, espumieren und brûlieren, kochen Ottolenghi-Rezepte mit 274 Gewürzen nach und kredenzen achtgängige Menüs mit ebenso vielen Zutaten. Dabei liegt die Kunst im Kochen manchmal darin, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Es reiche unter Umständen auch, ein Radieschen zu nehmen und es auf einen Teller zu legen, schreibt der amerikanische Zen-Meister und Kochbuchautor Edward Espe Brown.

Das Stangengemüse in Käse und Schinken einwickeln, panieren und braten – dieses Rezept vereint alles, was Spargel unwiderstehlich macht.

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