SZ 12.05.2026
14:06 Uhr

Pläne für Arbeitszeitgesetz: Flexibilität oder Ausbeutung?


Der gesetzlich vorgeschriebene Acht-Stunden-Tag soll bald Geschichte sein, wenn es nach der Bundesregierung geht. Was bedeutet das für Arbeitnehmer? Fragen und Antworten.

Pläne für Arbeitszeitgesetz: Flexibilität oder Ausbeutung?
Stempeln zu Schichtbeginn: Auch die Arbeitszeiterfassung soll mit dem neuen Gesetz modernisiert werden. mago/United Archives

Von neun bis fünf im Büro und an den Wochenenden frei – dieser klassische Alltag wird in vielen Bereichen zunehmend zum Auslaufmodell. Allerdings stoßen berufliche Terminkalender und Schichtpläne in Deutschland schnell an rechtliche Grenzen. Denn eigentlich gilt hier immer noch der Acht-Stunden-Tag als gesetzliche Norm. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas bereitet im Moment aber eine Reform vor, um diese Grenze aufzuweichen. So sieht es auch der Koalitionsvertrag vor. Beschränkt werden soll stattdessen lediglich die Zahl der Arbeitsstunden pro Woche. Bas kündigte einen ersten Gesetzesentwurf für Juni an. Arbeitgeberverbände sehen in der Novelle eine längst überfällig Modernisierung – Gewerkschaften warnen dagegen vor einem Angriff auf den Sozialstaat mit negativen Folgen für Berufstätige.

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