SZ 22.04.2026
11:00 Uhr

Rüstungsindustrie: Erst Kanzleramt, dann Kamikaze-Drohnen


Eine gut vernetzte Juristin wechselt aus der Regierungszentrale zum Rüstungs-Start-up Stark Defence. Was nach einer ganz normalen Personalie aussieht, wirft einige brisante Fragen auf.

Rüstungsindustrie: Erst Kanzleramt, dann Kamikaze-Drohnen
So sehen sie aus, die Kampfdrohnen des Berliner Herstellers Stark Defence. Im Bild: Das Modell Virtus. Im Fachjargon werden diese Waffen auch „Loitering Munition“ (lauernde Munition) genannt. Kay Nietfeld/dpa

Es ist nicht wirklich ungewöhnlich, wenn Politiker irgendwann in die meistens lukrativere Privatwirtschaft wechseln. Ex-Bundesverkehrsminister Volker Wissing zum Beispiel heuerte bei einer Beratungsfirma an, Andreas Scheuer (CSU), ebenfalls mal Verkehrsminister, gründete selbst eine solche Firma. Und der FDP-Mann und Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner wurde stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim Autohändler Autoland AG und kümmert sich dort nun um Vertrieb und Marketing. Da raus, da gleich wieder rein: „Drehtür-Effekt“ nennt man solche Berufswechsel, die – je nach Branche, Job und Tür – durchaus auch mal den schalen Beigeschmack von Interessenkonflikten haben können.

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