Deutschland muss sparen. Auch das Bundesfamilienministerium: Gut eine halbe Milliarde Euro soll Familienministerin Karin Prien (CDU) laut Vorgabe des Finanzministers für das kommende Jahr weniger ausgeben . Dass sie dabei das Elterngeld kürzen wird, gilt vielen als ausgemacht .
Schon jetzt tobt die Empörung. Familien dürften nicht immer »den Kürzeren ziehen«, warnt Ricarda Lang von den Grünen. Ihre Fraktionskollegin Misbah Khan hat ausgerechnet: »Ein Tankrabatt kostet finanziell rund viereinhalb Elterngeldkürzungen.« Was sie wohl meint: Über eine Milliarde Euro hat die Regierung für Treibstoffrabatte übrig – aber bei Babys wird der Rotstift gezückt.
Urlaub in der Krise
Der Irankrieg macht Fernreisen unsicher und erhöht die Treibstoffkosten. Günstig in die Ferien: Geht das in diesem Sommer noch?
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Sind dem Deutschen seine Autos wichtiger als seine Kinder? Natürlich sind sie das. Wer das ändern möchte, sollte allerdings nicht das Elterngeld verteidigen.
Die Lohnersatzleistung war dazu gedacht, eine moderne Republik mit mehr Kindern, mehr Gleichberechtigung und mehr berufstätigen Müttern hervorzubringen. Das war mutig und für damalige Verhältnisse vielleicht sogar visionär, aber in Deutschland verwechselt man gute Absichten gern mit guten Ergebnissen.

