Im Mai machen die Freibäder auf. Viele freuen sich darauf, endlich wieder unter freiem Himmel zu schwimmen.
Im Sommer ist Schwimmen nicht nur eine hitzeverträgliche Sportart. Es ist auch ein umfassendes Kraftausdauertraining, das alle großen Muskelgruppen beansprucht und dazu die Gelenke schont. Zudem hat das Eintauchen in die Unterwasserwelt beim Kraulen fast meditative Qualitäten – so kann man wunderbar vom Alltag abschalten.
Was dieser Sport wirklich leisten kann und wie man es richtig macht, hängt stark von der eigenen Schwimmerfahrung ab. Wer noch mit dem Brustschwimmen kämpft, hat andere Baustellen als jemand, der längst kraulen kann. Ilka Staub, Sportwissenschaftlerin an der Deutschen Sporthochschule in Köln, forscht zur Schwimmvermittlung und zum langfristigen Leistungsaufbau im Wettkampfsport. »Das Bild, das die meisten vom Schwimmen haben, stimmt zwar«, sagt sie. »Aber es ist unvollständig.«
Ein kleiner Wegweiser zum regelmäßigen Schwimmen:
Eher Kraft oder eher Ausdauer?
Dass sich Schwimmen positiv auf die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems auswirkt, ist wenig überraschend. In einer Metastudie von 2018 wurden Untersuchungen zu gesundheitlichen Effekten bei Nicht-Leistungsschwimmern zusammengefasst.
Der eindeutige Befund: Wer regelmäßig schwimmt, verbessert seine Ausdauerleistungsfähigkeit in einem Maß, das mit dem beim Laufen oder Radfahren vergleichbar ist.
