Sie sollen Exil-Iraner ausspähen und Angriffe planen: Schon seit Jahren warnt der Verfassungsschutz vor Machenschaften der Agenten des iranischen Geheimdienstes in Deutschland. Am Donnerstag wurde die Gefahr erneut deutlich – die Bundesanwaltschaft erhob Anklage gegen einen mutmaßlichen Spion Irans.
Ali S. soll im Dienst der Revolutionswächter einen jüdischen Lebensmittelhändler und einen koscheren Supermarkt in Berlin ausgespäht haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler hat der aus Afghanistan stammende Däne Attentate vorbereitet. Der Plan sah vor, eine Waffe zu besorgen und einen Auftragskiller anzuheuern. Eine der Zielpersonen: Grünenpolitiker Volker Beck.
Wer ist der Mann, auf den es die Revolutionswächter offenbar abgesehen hatten, und warum war er im Visier?
Vorreiter für queere Rechte
Geboren 1960 in Stuttgart-Bad Cannstatt, machte Beck Anfang der Achtzigerjahre in der Friedensbewegung erste politische Erfahrungen. 1985 trat er den Grünen bei und wurde 1987 »Schwulenreferent« der Grünen-Bundestagsfraktion; 1994 dann Mitglied des Bundestags.
