SpOn 29.05.2026
10:32 Uhr

Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen sinkt wieder unter drei Millionen


Die Zahl der Arbeitslosen ist leicht gesunken, aber sie liegt höher als im Vorjahr. Eine Trendwende ist weiterhin nicht in Sicht.

Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen sinkt wieder unter drei Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 58.000 auf 2,95 Millionen gesunken und unterschreitet damit wieder die Marke von drei Millionen. Die Zahl ist jedoch um 31.000 Arbeitslose höher als im Mai 2025, teilte die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Mai-Statistik mit. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,3 Prozent.

»Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen«, sagt Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA). Der Rückgang sei möglicherweise mehr auf einen schwachen April als auf einen starken Mai zurückzuführen. Eine Trendwende hin zu einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei weiterhin nicht in Sicht.

Obwohl die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich steigt, ist auch die Zahl der offenen Stellen größer geworden. Bei der Bundesagentur waren im Mai 643.000 offene Arbeitsplätze gemeldet. Das sind 8000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitskräftenachfrage habe sich auf relativ niedrigem Niveau stabilisiert.

Zahl der Bürgergeldempfänger sinkt weiter

Im Mai erhielten 1,073 Millionen Menschen Arbeitslosengeld. Das sind 113.000 Menschen mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten ist dagegen rückläufig. Sie belief sich hochgerechnet im Mai auf 3,83 Millionen Menschen, 103.000 Personen weniger als vor einem Jahr. Bürgergeld bekommen auch Menschen, die einer Arbeit nachgehen, wenn das Einkommen daraus nicht zur Deckung des Existenzminimums reicht.

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Auf dem Ausbildungsmarkt sind weiterhin 199.000 junge Leute unversorgt – obwohl den Arbeitsagenturen mit 382.000 etwas mehr Ausbildungsplätze gemeldet wurden als noch ein Jahr zuvor. Viele Lehrstellen können nicht besetzt werden, weil in der jeweiligen Region nicht ausreichend geeignete Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen.

hej/dpa