Unbekannte haben im Glockenturm der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen schwere Schäden angerichtet. Wie der evangelische Kirchenkreis Vlotho dem Evangelischen Pressedienst mitteilte, sägten die Täter die Klöppel zweier Glocken jeweils zur Hälfte durch. Zudem seien Starkstromleitungen beschädigt worden, die für die Steuerung der Glocken zuständig sind.
Pfarrerin Theodora Beer sprach demnach von einer gezielten und offenbar gut vorbereiteten Aktion: »Die Täter müssen Werkzeug mitgebracht haben und wussten offensichtlich genau, was sie taten.«
Zettel der Täter
In der Glockenkammer hinterließen die Täter offenbar einen Zettel, der auf die beschädigten Glocken hinwies. Medienberichten zufolge stand auf dem in einer Plastikhülle verpackten Papier: »Nicht einschalten! Riss im Klöppel« Warum sie diesen Hinweis gaben und wie groß der Schaden ist, ist bislang unklar. Pfarrerin Beer zufolge deutet es aber darauf hin, dass die Aktion schon im Vorfeld geplant wurde und mögliche Folgen bewusst in Kauf genommen wurden.
Nach Einschätzung des Kirchenkreises hätten die Schäden allerdings noch schwerwiegendere Folgen haben können: Wären die Glocken im angesägten Zustand in Betrieb gegangen, hätten sie sich lösen und möglicherweise auch Menschen gefährden können.
Die Auferstehungskirche war zuletzt häufiger Ziel von Sachbeschädigungen. So wurde vor Kurzem erst das Geländer an der Kirche beschädigt, vor wenigen Tagen dann ein Defibrillator entwendet. In beiden Fällen ist unklar, wer dahintersteckt.
