Manuel Hagel, CDU-Spitzenkandidat:
»Mein ganzes politisches Leben war mir immer wichtig, dass mit Führung auch immer Verantwortung verbunden ist.«
Christian Teevs, SPIEGEL:
»Die CDU steht in Baden-Württemberg vor einer kräftigen Niederlage. So muss man das sagen. Sie hatte diesen Sieg fest eingeplant, den nächsten Ministerpräsidenten, den sie da stellen wollte. Den Grünen das Land wieder abzuluchsen. Und nach allem, wie es derzeit aussieht in den Prognosen, liegen die Grünen vorne mit Cem Özdemir, und Manuel Hagel kommt nur auf Platz zwei, der CDU-Kandidat. Und das ist auch für die Bundes-CDU eine Niederlage. Manuel Hagel hat keinen guten Wahlkampf gemacht, war zu vorsichtig, zu zögerlich, hat sich auch in den letzten Tagen dann von der Schlussoffensive der Grünen so ein bisschen überrumpeln lassen. Aber auch von der Bundespartei kam eigentlich keine Unterstützung. Denn Friedrich Merz und seine Leute haben immer darauf hingewiesen: Das soll der Start in das Reformjahr 2026 sein, wo man zeigen will: Die CDU ist die stärkste Kraft im Land, regiert mit Baden-Württemberg auch wieder ihr Stammland. Und das hat offenkundig nicht geklappt. Und nach allem, wie es gerade aussieht, können die Grünen weiter an der Spitze von Baden-Württemberg regieren. Die SPD hat ein absolut desaströses Ergebnis eingefahren in Baden-Württemberg. Jetzt gerade mal so über die Fünf-Prozent-Hürde, das ist schon ein Desaster für diese Ehemals-Volkspartei, muss man sagen. Und da fragt man sich so ein bisschen, wie das in den nächsten zwei Wochen bis Rheinland-Pfalz noch mal einen Schub geben soll. Denn in Rheinland-Pfalz hat die SPD ja richtig was zu verlieren und will da den Ministerpräsidenten behaupten. Die Ausgangslage für Alexander Schweitzer ist da sicherlich besser, aber trotzdem wird es auch für die SPD keine einfache Woche.«