SpOn 19.09.2026
11:52 Uhr

Ballon d’Or: Harry Kane will sich nach Aussagen von Lamine Yamal nicht am »Wahlkampf« beteiligen


Wird Harry Kane bald zum Weltfußballer gekürt? Barcelonas Lamine Yamal findet: Dafür braucht es mehr als viele Tore. Kane lässt sich allerdings nicht zu einem Konter provozieren – anders als Max Eberl.

Ballon d’Or: Harry Kane will sich nach Aussagen von Lamine Yamal nicht am »Wahlkampf« beteiligen

Bayern-Torjäger Harry Kane lässt sich im Rennen um den Ballon d’Or nicht zu einem öffentlichen Schlagabtausch mit Lamine Yamal hinreißen. »Jeder hat seine Meinung, jeder hat seine Art, sich auszudrücken«, sagte der Engländer, auf Aussagen des 19 Jahre alten Stars des FC Barcelona angesprochen.

Yamal hatte gesagt, der Ballon d’Or solle »an den besten Spieler der Welt gehen« und »nicht an einen Spieler, der 80 Tore geschossen hat«. Dafür gebe es den Preis als Torschützenkönig. Ob er mit der Aussage in Richtung Kane zielte, ist nicht klar. Der 33-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 73 Pflichtspieltreffer, Yamal wettbewerbsübergreifend nur auf 24 Tore.

Beim 7:0 des FC Bayern gegen Union Berlin am Freitagabend knackte Kane in seinem 98. Spiel die 100-Tore-Marke. So schnell war das zuvor keinem Bundesligaprofi gelungen.

Barcelonas Lamine Yamal

Barcelonas Lamine Yamal

Foto: Lluis Gene / AFP

Auf wiederholte Nachfragen zu Yamal reagierte Kane nach dem Spiel gelassen: »Wir wissen nicht, was er genau meint.« Yamal sei »ein unglaublicher Spieler« und habe eine großartige Saison gespielt, sagte Kane. Es gebe viele Kandidaten für den Ballon d’Or, darunter Kylian Mbappé, Michael Olise und Rodri. »Darum wird dieses Jahr vielleicht mehr darüber diskutiert«, sagte Kane. Die Verleihung findet am 26. Oktober in seiner Heimatstadt London statt.

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Im Gegensatz zu Kane konnte sich Bayerns Sportvorstand Max Eberl einen kleinen Seitenhieb in Richtung Yamal nicht verkneifen: »Es muss ja Wahlkampf gemacht werden. Am besten sind die Spieler, die keinen Wahlkampf brauchen.« Neben Kane sieht Eberl auch Olise im Kandidatenkreis. Der Franzose erzielte gegen Union drei Tore. »Er gehört definitiv für mich zu den besten Fußballern der Welt«, sagte Eberl.

Weltmeister Rodri? Vizeweltmeister Messi? Champions-League-Sieger Dembélé? Der SPIEGEL hat sich die Nominierten für die Wahl zum Weltfußballer genauer angesehen. Die Rangliste sehen Sie hier.  

luc/dpa