SpOn 26.05.2026
01:35 Uhr

Benjamin Netanyahu: Israelischer Premier in Krankenhaus eingeliefert


Immer wieder kämpfte Benjamin Netanyahu zuletzt mit gesundheitlichen Problemen. Nun musste Israels Ministerpräsident zu später Stunde behandelt werden. Laut seinem Büro ist der Vorfall harmlos.

Benjamin Netanyahu: Israelischer Premier in Krankenhaus eingeliefert

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ist Berichten zufolge am späten Montagabend in ein Krankenhaus in Jerusalem eingeliefert worden. Er lasse sich dort einer zahnärztlichen Behandlung unterziehen, berichteten israelische Medien  unter Berufung auf sein Büro. Die genaue Art der Behandlung im Hadassah Ein Kerem Medical Cente wurde nicht bekannt gegeben.

Vor rund einem Monat hatte der 76-Jährige erstmals eine Behandlung wegen eines bösartigen Prostatatumors öffentlich gemacht und danach mitgeteilt, er sei gesund. Zugleich erklärte er, er habe die Veröffentlichung seines Gesundheitsberichts verzögert, um zu verhindern, dass Irans Führung Propaganda verbreite.

Während des Irankriegs hatte es Gerüchte in den sozialen Medien gegeben, dass Netanyahu längst tot wäre. Im In- und Ausland gibt es auch immer wieder Spekulationen über seinen Gesundheitszustand.

Der israelische Regierungschef war Ende 2024 bereits wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung operiert worden. Der Eingriff fand damals im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem in einer unterirdischen und schwer gesicherten Station statt. Bei einer Nachuntersuchung sei der Tumor in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden. Wann und wie genau er deshalb behandelt wurde, ließ Netanyahu offen.

Herzschrittmacher und Darmentzündung – immer wieder medizinische Probleme

Der israelische Ministerpräsident wurde in der Vergangenheit öfter wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus behandelt. 2024 wurde er auch wegen einer Hernie operiert. Im Sommer 2023 war ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt worden. Im vergangenen Jahr hatte er eine Darmentzündung, die er allerdings zu Hause auskurieren konnte.

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Netanyahus wiederkehrende Gesundheitsprobleme konterkarieren das von ihm selbst gezeichnete Bild eines energetischen und fitten Staatsmanns. Noch 2024 hatte sich Netanyahu damit gebrüstet, täglich bis zu 18 Stunden zu arbeiten.

jok/dpa