Der Tankrabatt sollte Autofahrer spürbar entlasten. Doch schon wenige Tage nach Beginn der Steuersenkung steigen die Preise an den Zapfsäulen wieder.
Super E10 kostete am Sonntag im bundesweiten Durchschnitt 2,137 Euro je Liter, wie der ADAC mitteilt. Das waren 2,3 Cent mehr als am Donnerstag. Diesel verteuerte sich um 0,9 Cent auf 2,253 Euro.
Der ADAC sieht darin eine Entwicklung, die für Verbraucher schwer nachvollziehbar sei. Ölpreis und Euro-Dollar-Wechselkurs hätten sich zuletzt kaum verändert. Dennoch sei ein Teil der anfänglichen Entlastung durch die Steuersenkung bereits wieder aufgezehrt.
Günstige Angebote werden seltener
Auch günstige Angebote werden immer seltener. Kurz nach Einführung des Tankrabatts war E10 an vielen Tankstellen für weniger als zwei Euro pro Liter erhältlich. Inzwischen sind solche Preise deutlich schwieriger zu finden.
In München bot am Montag beispielsweise nur noch gut jede dritte Tankstelle E10 zumindest vorübergehend unter der Zwei-Euro-Marke an. Am Donnerstag war es noch mehr als jede zweite.
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Wie stark die Steuersenkung von 16,7 Cent je Liter tatsächlich an die Autofahrer weitergegeben wird, bleibt allerdings umstritten. Der Branchenverband En2x betont, seine Mitgliedsunternehmen hätten den Rabatt vollständig weitergegeben. Gleichzeitig verweist der Verband auf zuletzt gestiegene Einkaufspreise für Kraftstoffe am Weltmarkt.
Verbraucherschützer und Wirtschaftsforscher waren bei früheren Tankrabatten zu anderen Ergebnissen gekommen. Auch das Bundeskartellamt und das Ifo-Institut hatten Zweifel daran geäußert, dass die Entlastung überall vollständig bei den Kunden ankam.

